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Juni, 2012

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Immer wieder was Neues

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… gibt es im Rosengarten zu entdecken. Dieses Mal einen blühenden Hauswurz.

Entschuldigung

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Gestern bin ich mit einem guten Freund Richtung Bahnhof gelaufen. Zwei Mädchen kamen auf uns zu: “Entschuldigung, wissen Sie, wieviel Uhr es ist?” Ich habe ihnen die Uhrzeit genannt, auch wenn mein Freund meinte, dass ein einfaches “Ja” gereicht hätte…

zweierlei handzeichen

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zweierlei handzeichen
Ernst Jandl

ich bekreuzige mich
vor jeder kirche
ich bezwetschkige mich
vor jedem obstgarten

wie ich ersteres tue
weiß jeder katholik
wie ich letzteres tue
ich allein

Offene Rechnungen, Teil 2

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Gegen Abend habe ich eine E-Mail und eine SMS bekommen, dass ich ein Paket in der Packstation abholen kann. Meine Mutter hatte es mir geschickt – vor fünf Wochen! Zwischenzeitlich kam es zwei Mal zu ihr zurück, beim dritten Mal ist es ENDLICH in meiner Packstation angekommen. Auf den beiden Päckchen, die zu ihr zurück kamen, stand, dass meine Packstation überfüllt wäre.

???

Ich habe schon mehrere Pakete dort abgeholt – und bin auch schon quer durch München geschickt worden: entweder zu einer anderen Station oder eben zur Postfiliale. Auf wiederholte Nachfrage ihrerseits wurde ihr mitgeteilt, dass sie den Zettel falsch ausgefüllt hat. Man hat ERST die PostNummer aufzuschreiben und DANN die Nummer der Packstation. Wenn es nicht so und damit maschinenlesbar ausgefüllt ist – geht das Paket eben wieder zurück! Und es wird darauf vermerkt, dass die Packstation überfüllt ist. Kann man dann nicht wenigstens schreiben, worin der Fehler liegt? Oder es ggf. händisch nachbearbeiten? Oder sogar mit Fehler weiterleiten? Unsäglich.

So viel zum Thema Kundenservice…

Auf dem Heimweg sind zwei Kinder, vielleicht sechs oder sieben Jahre, auf mich zugekommen: “Entschuldigung, wo ist denn hier die Freibadstraße?” Ich orientiere mich kurz und zeige auf das Straßenschild in die Richtung, aus der sie gerade gekommen sind. Das Mädchen fuhr einen Tretroller, der Junge ist nebenher gerannt. Da ich den gleichen Weg hatte, haben sie mir noch erzählt, dass sie auf dem Weg zu einem Geburtstag sind. Das waren fast die Jüngsten, die mich angesprochen haben.

Noch jünger war nur einmal ein kleines Kind, das gerade gut laufen konnte und von seinem Vater weg zielstrebig auf mich zu gerannt kam. “Mama!” Na, das wüßt ich aber!

Offene Rechnungen, Teil 1

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Gestern habe ich auf einer Messe beim Arbeitsamt München die ICA InterCom Akademie unterstützt, denn dank ihnen habe ich mein Berufsziel gefunden, die nötigen Qualifikationen erhalten und mich selbständig gemacht. Die Veranstaltung war für ALG I-Empfänger, die schriftlich eingeladen worden waren, um sich über unterschiedliche Weiterbildungsangebote zu informieren – und diese auch bezahlt bekommen! Das ist etwas, war ich mir in meiner arbeitslosen Zeit auch gewünscht hätte, statt immer nur Listen mit meinen Bewerbungsaktivitäten zu schicken, für die sich keiner interessiert, denn auf meine E-Mails kam immer die Antwort: “Ihr Anliegen wurde abschließend erledigt.” Was soll das denn heißen?

Mit der Bundesagentur für Arbeit in München habe ich allerdings noch eine Rechnung offen. Meine Weiterbildung als Web-Manager für Marketing, Business und PR wurde auch per Bildungsgutschein gefördert. Ich habe sogar zwei Arbeitgeber gefunden, die mir bestätigt haben, dass sie mich danach einstellen, wenn ich die Weiterbildung erfolgreich absolviere. Beide potentiellen Arbeitgeber haben für mich eine Förderung im sog. WeGebAU-Programm beantragt. WeGebAU steht für “Weiterbildung gering qualifizierter und älterer Arbeitnehmer” – und es wurde abgelehnt, ohne weitere Prüfung, einfach “Nein”.

Die Begründung: “Das Programm WeGebAU richtet sich an Beschäftigte sowie an Arbeitslose bzw. Arbeitssuchende, die entweder gering qualifiziert, älter oder qualifiziert sind.”

Ja, was denn jetzt? Gering qualifiziert oder qualifiziert? In diesem Fall trifft es auf mich (und den Rest der arbeitenden Bevölkerung) zu. Lesen die beim Amt nicht, was sie schreiben?

Auf diesen Ablehnungsbescheid habe ich Widerspruch eingelegt und erläutert, warum mir – meiner Ansicht nach – eine Förderung durchaus zusteht. Wochenlang habe ich nichts vom Amt gehört. Zwischenzeitlich haben sich sogar Mitarbeiterinnen vom Arbeitgeber-Service für mich eingesetzt. Erfolglos.

Kurz vor Ablauf des ALG I-Geldes hat mich dann meine zuständige Vertreterin der Agentur für Arbeit, Frau K., angerufen. Sie war über ein Jahr für mich zuständig – und kennt mich nicht persönlich! Wenn ich Termine beim Amt hatte, war ich immer bei einer anderen Sachbearbeiterin. Ein paar Monate zuvor hatte Frau K. mir per Telephon vorgeschlagen, dass ich mich doch als SAP-Beraterin selbständig machen sollte… Ja, geht´s noch!? Wissen die, wie es auf dem Markt für SAP-Berater aussieht? Ja, ich weiß ein paar Dinge, SEHR spezielle im Modul HR und hier auch “nur” bei der Learning Solution. Die allerdings hoch und runter. Aber das reicht IN KEINER WEISE, um damit selbständig meinen Lebensunterhalt zu bestreiten! Abgesehen davon haben die beim Amt eh keine Ahnung, was SAP ist oder wie deren Software aussieht. SAP läuft unter ERP. Ohne Worte! Ich habe dann lustige Stellenangebote bekommen zum Thema SAP Module SD, ERP, CS, CRM u.ä. mit Expertenkenntnissen in ERP, erweiterten Kenntnissen in Wirtschaftinformatik etc. Auf diese Stellen habe ich mich nicht beworben, sondern per Mail beim Amt Bescheid gesagt, dass ich von einer Bewerbung absehe, da ich die Ansprüche des Kunden mit meinen Kenntnissen nicht erfüllen kann.

Ich hatte gehört, dass es beim Arbeitsamt auch eine extra Abteilung für Akademiker gibt, der ich mich nicht zugeordnet fühlte. Blöderweise ist Frau K. genau für die Akademiker zuständig; wurde mir gesagt. Meine Anfrage nach einem anderen Betreuer wurde auch nicht entsprochen, da Frau K. dafür die richtige sei.

Kurz vor Ablauf meines ALG I-Geldes rief mich also Frau K. an, um mich davon in Kenntnis zu setzen, dass mein Arbeitslosengeld bald ausläuft. Vielen Dank, das habe ich nicht vergessen! Und ob ich denn schon ALG II beantragt hätte? Das solle ich doch bald tun, denn schließlich würde die Prüfung auch einige Zeit in Anspruch nehmen. Für diese Information habe ich mich bedankt, und mich schlau gemacht, wie hoch denn ALG II ist. Dann meine Erkenntnis: ALG II = Hartz IV!

Das war ein Schlag in die Magengrube! Abgesehen davon, dass man nicht einfach so Hartz IV bekommt, sondern vorher all seine Ersparnisse aufgebraucht haben muss, bis auf einen kümmerlichen Rest.

Das ist also die Aufgabe der Frau K.: die Arbeitslosen rechtzeitig davon in Kenntnis setzen, dass sie Hartz IV beantragen sollen, statt sie darin zu unterstützen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen und Wissen zu erwerben, das es ermöglicht, die nächsten Jahre den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten!

Auf der Messe gestern liefen die Aussteller und Mitarbeiter der Arbeitsagentur mit Namensschildern herum. Frau K. war nicht dabei. Und das war gut für sie, denn sonst hätte der Sicherheitsdienst etwas zu tun gehabt.

Getunnelt

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Heute fühle ich mich wie neben mir. Beim Joggen habe ich keinen angesehen, war nur auf mich fixiert, völlig getunnelt. Dennoch, im Rosengarten kam mir ein Pärchen bei den Magnolien entgegen, das die Bäume betrachtet hat. “Grüß Gott”, “Servus” und “Hallo” wurden gewechselt.

Das geht auch wieder vorbei.

Über den Wert der Freundschaft

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Die letzten Tage habe ich mich mit dem Thema Freundschaft auseinandergesetzt. Das (fast) jeder Freunde möchte und braucht soll nicht das Thema sein. Mir geht es eher darum, was bin ich als Freund “wert”.

In meinem Leben gibt es ein paar sehr gute Freunde; teilweise kenne ich sie aus der Schulzeit. Uns verbinden gemeinsame Erlebnisse, gemeinsame Geschichten und eben eine lange Zeit. Dabei kommt es mir nicht darauf an, regelmäßig in Kontakt zu sein, viel wichtiger ist, dass ich WEISS, dass sie da sind; auch und gerade, wenn ich sie brauche. Oder eben sie mich, z.B. für einen Umzug. Und ein Umzug mit Klappkisten und nur zu zweit ist schon eine ganz besondere Herausforderung!

Ich bin dankbar für eine Freundin, die mir geholfen hat, meine Wohnung in Darmstadt auszuräumen und gefühlt mein Leben als Sperrmüll auf die Straße zu stellen; eben bei einem Umzug. Sie war da und hat mit angepackt – und sich nicht mit einem Fläschchen Sekt danebengestellt, um auf mein neues Leben in München anzustoßen. Es ist das Gespür für das in dem Moment “Richtige”, das gute Freunde auszeichnet. Geteiltes Leid, verdoppelte Freude. Eigentlich ganz einfach.

Letzte Woche hatte ich das Glück, eine ganz besondere Männerfreundschaft zu beobachten, völlig ohne “mein Haus, mein Auto, meine Frau”. Diese Beziehung ist offen, respektvoll, emotional, verständnis- und vertrauensvoll. Und, nein, keine Liebesbeziehung. In meinem Leben möchte ich Freunde, mit denen ich meinen Wert von und an Freundschaft verwirklichen und teilen kann. Das ist mir wichtig und daran arbeite ich.

Dem Ausspruch “Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft” kann ich bedingt zustimmen. Geschenke sind für mich nicht zwangsläufig materiell, sondern können genau so in Zeit, Aufmerksamkeit und – ja – Liebe erfolgen. Und auch in dem Gespür, worüber sich der andere freuen würde. Es ist nicht alles selbstverständlich! Und es ist auch eine Art von Arbeit; die sich lohnt. Finde ich.

Wer es könnte

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Wer es könnte
Hilde Domin

Wer es könnte
die Welt hochwerfen
dass der Wind
hindurchfährt.

 

Tekkie-Tool

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Gestern bin ich gefragt worden, ob ich denn einen Tekkie-Blog schreiben würde. So viel, wie da an Infos drin stehen würde, die sonst keiner versteht… Nein! Ich habe nur am Anfang gesagt, dass ich meinen Blog auch als Dokumentation sehe und daher schreibe ich auf, wenn ich etwas Wesentliches erkannt habe. Und – hey – die URL ohne index.php finde ich schon große Klasse! Außerdem kann es im Nachhinein nur mit großem Aufwand geändert werden; wenn überhaupt.

Es gibt noch andere Dinge, die ich hier aufschreibe, z.B. macht es mir immer noch Spaß, die Störchlein bei ihren Flugübungen zu beobachten. “Störchlein” ist definitiv ein Wort, das mir sehr gut gefällt. Jetzt haben sie fast die Größe der Altvögel erreicht; jedenfalls die Markt Schwabener Störche.

Problemlösung

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Seit drei Tagen habe ich immer mal wieder die Lösung gesucht, wie ich die URL ohne index.php auf meiner (zukünftigen) Website anzeigen lassen kann. Viel Probieren und Recherchieren haben mich zur Lösung gebracht: “URLs umschreiben” anhaken, .htaccess.default in .htaccess ändern INKLUSIVE der Auskommentierung RewriteBase.

Jetzt sieht es so aus, wie ich es mir vorstelle. Da freu ich mich!

Sonntagsspaziergang

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Sonntagnachmittag. Mit einem Latte Macchiato in der Hand mache ich mich auf den Weg in den Rosengarten. Dort ist es so voll wie man es von einem sonnigen Sonntag erwartet. Ich wandle durch die blühenden Rosenbeete, genieße das Gewimmel um mich herum und mache mich bald über Schleichwege auf den Weg nach Hause.

An einer Ampel warte ich auf grün. Eine junge Frau fährt mit dem Fahrrad an mir vorbei, bremst, dreht sich zu mir um: “Entschuldigung, Silberhornstraße?” Ich orientiere mich kurz, zeige die Humboldt-Straße entlang. “Diese Richtung, den Giesinger Berg hoch.” “Ah, ja, danke”, sagt sie und fährt schwungvoll weiter. Vor mich hin grinsend gehe ich heim.

Sommer!

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Sommer!

1000 km in zwei Tagen

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Diese Strecke habe ich die letzten beiden Tage im Transporter, hauptsächlich auf der Autobahn, zurückgelegt. Dieses Mal fiel mir bewusst auf, wie sich der Mensch die Erde untertan gemacht hat: zersiedelt, verkabelt, verbreitert, beschleunigt, “kultiviert”. Und es ist mir ein weiteres Mal bewusst geworden, dass ich MEIN Leben NICHT auf der Beschleunigungs- und Überholspur verbringen will. Wahrscheinlich sind mir deshalb die Raben, Milane, Weihen und Sperber aufgefallen, die sich in der Nähe der Autobahn aufhalten. Sie machen das Beste aus der Situation; und erleichtern sich die Nahrungssuche.

Die Rückfahrt nach München war dann wie Heimkommen. Hier will ich wohnen, arbeiten, leben.

Ein Beweis, dass ich nicht nur nach Vögeln guck…

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… sondern auch an meiner Website arbeite; zumindest unter localhost.

Es geht weiter

Stand: 13.06.2012

 

 

 

 

 

 

Noch mehr Störchlein

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Im Gästebuch der Markt Schwabener Störche habe ich noch einen Link zu einem anderen Storchennest mit drei kleineren Störchlein gefunden, den ich natürlich nicht vorenthalten möchte: Görlitzer Störche.