Archiv für

September, 2012

...

Emotionale Vampire

kein kommentar

Emotionale Vampire sind für mich Menschen, mit denen es mir nicht gut geht. Es sind Menschen, die mir meine Energie und meine Lebenskraft aussaugen. Die meine Freundlichkeit und meine Kontakte ausnutzen. Bei denen es immer nur um sie geht. Die immer jammern. Die nie zuhören, sondern meine Kommentare nutzen, um wieder über sich zu sprechen. Bei denen man immer draufzahlt: emotional, finanziell, psychisch. Die mich als Publikum und seelischen Mülleimer brauchen, gebrauchen und missbrauchen.

Dazu bin ich nicht mehr bereit.

Sicher, in einer Freundschaft ist Geben und Nehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt meist auch nicht ausgewogen. ABER: im Grunde stimmt es. Und ich fühle mich als Freundin wertvoll und wertgeschätzt, wenn ich meine Schulter, meine Zeit, mein Herz und Hirn, meine Hände anbieten kann und sie genutzt und gebraucht werden. Hierbei habe ich ein gutes Gefühl. DENN: es beruht auf Gegenseitigkeit.

Wenn ich jemanden als (für mich!) emotionalen Vampir definiert habe, werde ich mich nicht mehr melden. Ich werde keine weitere Zeit und Energie in für mich unerfreuliche, anstrengende Begegnungen und Gespräche stecken. Da verbringe ich meine Zeit lieber alleine. Und gestalte sie so, dass ich mich wohl fühle.

Punkt.

Flugschau im Zoo

kein kommentar

Die finde ich sensationell. Jedes Mal!

“Entschuldigung…” im Quadrat

kein kommentar

Kaum bin ich heute aus der Haustür, haben mich zwei junge Männer angesprochen: “Entschuldigung, wo ist denn hier ein Rewe?” “Rewe kann ich nicht bieten, aber ein Tengelmann ist in der Nähe.” Damit waren sie auch einverstanden und ich erkläre ihnen den Weg.

Zehn Minuten später schleiche ich beim Einkaufen um die Obst- und Gemüsetheke und werde von einem Mann gefragt: “Entschuldigung, haben Sie Zitronen gesehen?” Ich deute auf die Zitrusfrüchte einen halben Meter hinter mir. Er schlägt sich an die Stirn, verdreht die Augen und lächelt mir zu.

Ein ganz normaler Tag.

Grüner Daumen?

kein kommentar

Ich habe heute herausgefunden, warum im Rosengarten ein Baum abgestützt ist, obwohl er kein grünes Blatt mehr hat: von diesem Baum gibt es in ganz Deutschland nur zehn Stück! Zwei Junggärtner haben mir die Antwort gegeben und gemeint, dass gegenüber noch ein Baum der gleichen Sorte steht, aber noch lange nicht so groß ist.

Mit einer Gärtnerin bin ich ein Stück des Weges gegangen und habe zu ihr gemeint, dass sie einen tollen Job hat! Ich hätte ja gar keinen grünen Daumen, aber ich freue und erfreue mich immer an all den Blumen und Bäumen, die hier liebevoll gepflegt werden. Sie konnte nicht glauben, dass ich keinen grünen Daumen haben soll und hat mir eine Sonnenblume abgeschnitten und mir Tipps zur Pflege gegeben. Damit müsste die Blume eine Woche halten. Mindestens!

Wenn die Sonnenblume jetzt mindestens eine Woche mit der entsprechenden Pflege hält, hätte ich einen grünen Daumen. Ich bin gespannt!

Mit einem Lächeln im Gesicht und der Sonnenblume in der Hand bin ich nach Hause gegangen.

Interpunktion Interpretation

kein kommentar

Immer wieder lese ich Texte, in denen die Interpunktion vogelwild verwendet wird. Mir persönlich ist es wichtig, dass Punkt und Komma richtig gesetzt werden, Groß- und Kleinschreibung verwendet wird und damit ein Text “rund” zu lesen ist. Und somit im Sinne des Autors verstanden wird resp. verstanden werden kann.

Ein schönes Beispiel für den Einsatz der Satzzeichen sind die Worte:

der Mensch denkt Gott lenkt

Die Interpunktion

Der Mensch denkt, Gott lenkt.

geht auf eine Stelle in den Sprüchen Salomos zurück und ist biblischen Ursprungs. Allerdings kann der Sinn durch eine andere Zeichensetzung auch völlig anders werden:

Der Mensch, denkt Gott, lenkt.

Ich möchte nicht auf die philosophische Frage eingehen ob Gott denkt, sondern nur darauf hinweisen, dass der Sinn durch das schlichte Verrutschen des Kommas ein ganz anderer wird. Und hier heißt es z.B. “des Kommas” und nicht “des Komma” oder gar “des Kommata” – sagt jedenfalls der Duden. In jedem Fall sind es zwei Hauptsätze, die mit “und” verbunden werden können; in beiden Versionen.

Und wenn bei diesen fünf Wörtern der Sinn durch Einsatz der Interpunktion geändert werden kann – warum nicht auch in anderen Texten?! Abgesehen davon erleichtert es die Lesbarkeit, wenn Punkt und Komma sinnvoll (und richtig) verwendet werden.

Meine Texte sind mit Sicherheit auch nicht immer richtig, aber ich bemühe mich, ich recherchiere, und oft, wenn ich mich für eine Version entschieden habe, kann ich sogar begründen warum. Hm, das betrifft allerdings hauptsächlich die alte Rechtschreibung. Aber auf der anderen Seite: ab und an verzichte auch ich auf ein Komma; wie auch hier in diesem Text.

Alternativen

kein kommentar

War ja klar: das Wetter ist sonnig, es ist warm – und die Freibäder sind schon geschlossen. Also habe ich eine Alternative gesucht – und mir eine Jahreskarte für den Zoo gekauft.

Und just in den ersten fünf Minuten bin ich von einem Pärchen angesprochen worden: “Entschuldigung, gibt es dort hinten noch etwas zu sehen?” Ich kam vom Isar-Eingang und hatte gerade den Streichelzoo passiert. “Naja, dort ist der Streichelzoo und der Isar-Ausgang.” “Also nix weiter zu sehen. Danke!” Und sie gingen ihrer Wege.

Hm, “nix weiter zu sehen” kann man so nicht stehen lassen: Ziegen haben durchaus ihren eigenen Charme. Und olfaktorisch kann man sich an ihnen leicht orientieren.

Ich will dich

kein kommentar

Ich will dich
Hilde Domin

Freiheit
ich will dich
aufrauhen mit Schmirgelpapier
du geleckte

die ich meine
meine
unsere
Freiheit von und zu
Modefratz

Du wirst geleckt
mit Zungenspitzen
bis du ganz rund bist
Kugel
auf allen Tüchern

Freiheit Wort
das ich aufrauhen will
ich will dich mit Glassplittern spicken
daß man dich schwer auf die Zunge nimmt
und du niemandes Ball bist

Dich
und andere
Worte möchte ich mit Glassplittern spicken
wie es Konfuzius befiehlt
der alte Chinese

Die Eckenschale sagt er
muß
Ecken haben
sagt er
Oder der Staat geht zugrunde

Nichts weiter sagt er
ist vonnöten
Nennt
das Runde rund
und das Eckige eckig

Neue Ansicht, neues Handy

kein kommentar

Ich gebe ja zu: von der Ansicht ist meine Website so wie sie vorher war; mit anderen Farben. ABER: im Backend sieht sie anders aus, z.B. habe ich die Links nicht über das Modul sondern als reinen Link formatiert. Jetzt hüpft nix mehr. Das war mein Ziel. Erreicht!

Bei Alfahosting habe ich alles platt gemacht; ohne Backup. Und alles neu aufgesetzt. Und wie schön, dass ich gleich alles online angezeigt bekomme, ohne stundenlang die Daten auf den Server hochschaufeln zu müssen. Das war auch schon anders.

Es macht mir wirklich viel Spaß eine Seite aufzusetzen, die Farben zu bestimmen, Layout und Formatierung festzulegen. Und es dann immer wieder zu ändern.

Gestern habe ich mir bei Aldi das neue LG E-610 mit Android 4.0 gekauft. Das scheint groß genug, dass ich dann auch vom Smartphone aus arbeiten kann; auch wenn ich meinen Laptop ganz klar bevorzuge. Eine neue Technikspielerei!

Ausschwimmen

kein kommentar

Gestern war der letzte Tag im Freibad. Prompt bin ich von der tz interviewt worden. Und in der Papierausgabe sogar mit Bild zu sehen; im Wasser.

Ja, schwimmen ist wundervoll – wenn man Platz hat! Leider muss ich jetzt bis zum 1. Mai 2013 warten, um wieder im Schyrenbad zu schwimmen.

Immer wieder montags…

kein kommentar

versuche ich, bei einem Friseur in der Au anzurufen. Da hat es auch diese Woche wieder durchgeläutet. Ach so, es ist ja Montag.

Indisch essen. Nein, keine Currywurst

kein kommentar

Im Zuge meines Umzuges habe ich meine beiden indischen Kochbücher wieder gefunden. Dort gibt es ein leckeres Rezept für Aloo Gobi. Blumenkohl und Kartoffeln hatte ich schon, was fehlte waren Zwiebelsamen und grüne Chili. Also bin ich Richtung Stadt gelaufen. Tja, wenn man einen asiatischen Supermarkt sucht, findet man keinen. In der Fraunhoferstraße war mal einer; jetzt nicht mehr.

Beim Hugendubel, als ich mir einen neuen Stadtplan gekauft habe (von dem Geld, das mir die vorher planlose Frau Anfang der Woche gegeben hat), habe ich eine Bekannte getroffen und nach einem solchen Supermarkt gefragt. Sie hatte einen Tipp für mich und tatsächlich: am Gasteig gibt es auf der Länge von ca. 50 Metern drei (!) asiatische Supermärkte. Mein Essen war gerichtet. War gerettet.

Und natürlich bin ich auch wieder angesprochen worden. An einer Ampel kam ein dunkelhäutiger und sehr dunkeläugiger Mann auf mich zu: “Entschuldigung, haben Sie 50 Cent zum Telefonieren?” “Leider nein, ich habe gar kein Kleingeld.” “Das ist aber schade.” Wenn ich bar bezahle, dann i.d.R. mit Scheinen. Mein Kleingeld wird in einem Glas gesammelt und wenn dieses voll ist, wird es zur Bank gebracht – und als Scheine wieder abgehoben. Das ist mein kleiner Geldkreislauf.

Am S-Bahn-Bahnhof hat mich ein anderer Ausländer radebrechend nach der S-Bahn zum Hauptbahnhof gefragt; ist ja nicht so, dass ich die einzige gewesen bin, die dort ausgestiegen ist… Nein, ich wundere mich nicht mehr.

Mein Aloo Gobi war sensationell!

Straßenverkauf

kein kommentar

Ein guter Freund hat ein paar Päckchen für seine neue Wohnung in meine Wohnung liefern lassen, da ich im Moment öfter zu Hause bin. Heute haben wir seinen Kaffeevollautomaten ins Auto getragen, das bei mir vor der Tür stand. Wir haben uns noch über den Feinschliff seiner Wohnungseinrichtung unterhalten, als ein Auto mit DU-Kennzeichen neben uns und fast mitten auf der Straße hielt. Eine etwas ältere Dame mit weißen Haaren und völlig aufgelöst ist auf uns zu gekommen. Ich habe schon damit gerechnet, dass sie uns anspricht, als sie ihr Fahrzeug abgestellt hat…

Ihr eingebautes Navigationsgerät hat sie im Stich gelassen, sie ist schon viel zu spät und weiß nicht, wie sie in die Krüner Straße kommen soll… Die Karte auf dem iPhone war in diesem Fall auch nicht ausreichend, so dass ich hoch in meine Wohnung gesprungen bin und meine Stadtkarte von München geholt habe. Die habe ich mir 2005 gekauft, als ich nach München gezogen bin und sie hat einige Umzüge und ganz viele Spaziergänge hinter sich. Mittlerweile ist sie auch ein paar Mal geklebt, trotzdem noch eingerissen und umgeknickt, und ich wollte mir schon seit längerem eine neue kaufen.

Tja, letztendlich hat sie mir meine Uraltstraßenkarte von München abgekauft, sich den Weg darauf zeigen lassen und ihn eingezeichnet und ist mit quietschenden Reifen in die richtige Richtung gefahren. Vorher hat sie noch gemeint, dass sie von den Menschen in München sehr angetan ist. Die sind ja so freundlich und hilfsbereit!

Und ich werde mir eine neue Karte kaufen, in der auch alle U-Bahnen eingezeichnet sind. Da freu ich mich!