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Oktober, 2012

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Die über´s Feuer gehen

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Am Wochenende war ich auf einem Feuerlaufseminar; ca. 50 Ver-rückte hatten sich entschieden, über 10 m glühende Kohlen zu laufen. Ich bin nicht gegangen. Ich weiß, dass ich es kann, denn einen 30 m-Feuerlauf habe ich schon gemacht. Dieses Mal konnte ich aus verschiedenen Gründen nicht laufen. Das war schade, denn ich habe mich gefreut, mit nackten Füßen in den eiskalten Matsch am Ende der Bahn zu springen und die Schneeflocken auf dem Gesicht zu spüren. Es wäre auch für mich ein Lauf der Elemente gewesen.

Aber: die Voraussetzungen haben für mich nicht gestimmt. Sich in einem solchen Zustand auf eine glühend heiße Oberfläche zu begeben ist keine gute Idee. Also habe ich für mich entschieden nicht zu laufen. Und das war die richtigen Entscheidung; für mich. Denn darum geht es: sich für sich zu entscheiden.

Achte auf deine Gedanken
denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte
denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen
denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten
denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter
denn er wird dein Schicksal.

Aus dem Talmud

Lichtung Muskelkater

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Von der Schlepperei der Kisten aus dem Keller gestern habe ich heute Muskelkater; im Rücken.

Im wundervollen Jandl/Spohn-Band falamaleikum gibt es Lichtung:

lichtung
Ernst Jandl

manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht
velwechsern.
werch ein illtum!

Fundstücke

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Dieses Wetter ist perfekt, um den Keller aus- und umzuräumen. Das war auch höchste Zeit, denn der Boden ist nass! Wie gut, dass in den Kartons die Bücher in Tüten verpackt sind. Fünf Kisten habe ich schon geleert und neue gepackt: eine große Kiste für den Wertstoffhof mit Ordnern und den Büchern, die ich nicht mehr brauche oder will, eine Plastikkiste mit meinen Soziologiebüchern, von denen ich mich noch nicht trennen kann, drei kleine Plastikkisten mit CDs und Reiseführern. Es wird!

Außerdem habe ich ein paar Gedichtbände wiedergefunden, sowie Liebesbriefe und -zettel, Geschichten und Gedichte, die mir geschrieben wurden. Seufz.

Am meisten gefreut habe ich mich aber über zwei Bände aus der Trilogie “Per Anhalter durch die Galaxis” in vier Bänden. Die anderen beiden finde ich auch noch. Dann ist sie wieder komplett; und kommt auch nicht mehr in den Keller, sondern in mein Bücherregal.

Grass´ Kinderlied

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Bei der Buchvorstellung letzten SA habe ich auch wieder Gedichte gehört und rezitiert. Daher ist mir Grass´ Kinderlied noch im Kopf.

Kinderlied
Günter Grass

Wer lacht hier, hat gelacht?
Hier hat sich´s ausgelacht.
Wer hier lacht, macht Verdacht,
dass er aus Gründen lacht.

Wer weint hier, hat geweint?
Hier wird nicht mehr geweint.
Wer hier weint, der auch meint,
dass er aus Gründen weint.

Wer spricht hier, spricht und schweigt?
Wer schweigt, wird angezeigt.
Wer hier spricht, hat verschwiegen,
wo seine Gründe liegen.

Wer spielt hier, spielt im Sand?
Wer spielt, muss an die Wand,
hat sich beim Spiel die Hand
gründlich verspielt, verbrannt.

Wer stirbt hier, ist gestorben?
Wer stirbt ist abgeworben.
Wer hier stirbt, unverdorben
ist ohne Grund verstorben.

Augenfarbe

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Ein Freund von früher hat behauptet, ich hätte braune Augen. Wenn ich emotional zerrissen und unschlüssig wäre, wäre meine Augenfarbe braun und grün.

Wahrlich, ich kann aus eigener Beobachtung sagen, dem ist nicht so. Allerdings spielt sich mein Farbspektrum irgendwo zwischen braun, grün, grau ab. Meistens. Und mit emotionaler Zerrissenheit hat das auch nichts zu tun. Im Gegenteil: je mehr, je ausgeglichener. Und das Licht spielt natürlich auch eine Rolle, so wie in diesem Fall der strahlende Sonnenschein.

Auer Dult 2012

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Heute mittag war ich mit Freunden auf der Auer Dult: wir haben nach Körben für den Transport von Klangschalen geguckt und buntes Geschirr gekauft. Und natürlich ganz viel gegessen. Weil es sonst immer Bilder von mir beim Essen oder Trinken gibt – mal wieder ein aktuelles.

Da war zumindest frisches Obst dabei: leckere Erdbeeren und süße Ananas in Vollmilchschokolade. Das ist ja auch fast schon gesund.

Außerdem haben wir das schöne Wetter und den goldenen Oktober in vollen Zügen genossen! Nein, wir sind gelaufen, nicht gefahren.

Fraunhoferstraße

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Gestern habe ich an der U-Bahn Fraunhoferstraße auf eine Freundin gewartet. Die Leute strömen um mich herum und suchen die letzten Sonnenflecken. Ein junger Mann spricht mich von der Seite an: “Entschuldigung, wie komme ich zur Isar?” Dieses Mal muss ich gar nichts sagen, sondern zeige nur die Straße hinunter. “Dankeschön”, sagt er, springt über die Ampel und hastet die Straße weiter.

Ich musste nicht mehr lange warten. Wir sind dann noch ein bisschen durch die Isarvorstadt und waren pünktlich zur Lesung von Jasmin Leheta in Buch&Bohne. “Quatschen mit Soße” war der Titel und es war ein entspannter und schöner Abend. Der Buchladen ist sehr heimelig, fast wie das eigene Wohnzimmer. Nur mit sehr viel mehr Büchern…

Bäckerei, Tag 1

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Heute war mein erster Tag beim Brötchen verkaufen; okay, Semmeln. Und Kuchen. Und Brote. Und Lebkuchen. Jaha, Weihnachten naht mit großen Schritten. Nicht, dass dann viele wieder überrascht sind, dass Heiligabend am 24.12. ist… Wenn z.B. Bücher verschenkt werden, scheint es jedes Jahr aufs Neue eine Überraschung zu sein. Anders lassen sich die Kundenschlangen kurz vor Weihnachten in den Geschäften nicht erklären. Oder es sind last-minute-Geschenke.

Dabei gibt es doch vorher schon viele Gelegenheiten, Geschenke einzukaufen: vom 20. bis 28. Oktober ist z.B. wieder Auer Dult, geeignet für den Einkauf von handgemachter Seife, Töpferwaren, Taschen, Küchengerätschaften, Bändern, Massagekissen, Socken, Bonbons, Geschirr etc. pp.

Samstags in der Stadt

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Eigentlich vermeide ich es, samstags in die Stadt zu gehen. Heute musste ich noch ein paar Dinge besorgen, also bin ich gegen Mittag über die Isar gelaufen. Und was sehe ich? Es wird nicht nur auf dem Eisbach gesurft, sondern auch auf der Isar an der Wittelsbacher Brücke!

In der Nähe vom Stachus werde ich von einer jungen Frau angesprochen, mit der ich im Vorbeigehen Verstecken an einer Säule gespielt habe. Dann kommt sie mit ihrem uno-Flüchtlingshilfe-Anhänger doch auf mich zu. Ach nein, ich habe gerade keine Lust, an einer Umfrage teilzunehmen; und das sage ich ihr auch. Da meint sie: “Och, wir können uns auch so unterhalten.” Ich würde so freundlich aussehen… Ich? Freundlich? Heute? Ich bin erkältet, meine Nase läuft und mein Rücken tut weh. Und das sage ich ihr auch. Das würde man mir gar nicht ansehen. Na, dann. Wir quatschen ein paar Minuten.

Später stehe ich in der Stadtmitte in einem Kaufhaus und überlege, wo ich Halstabletten finde. Da kommt eine kleine Frau auf mich zu und wedelt mit ihrer Seife vor meiner Nase: “Kasse, bitte?” Ich zeige auf die Kasse ein paar Meter weiter und sie wackelt mir zuwinkend dorthin.

Durch die Fußgängerzone werde ich nicht gehen; schließlich war heute München-Marathon. Die Stadt ist voll. So wie wahrscheinlich jeden Samstag. Über Schleichwege laufe ich zur Schrannenhalle und kaufe im Milka-Laden ein bisschen Schokolade. “2,10 €”, meint die Dame an der Kasse. Ich lege ihr einen 20 €-Schein auf die Theke, nachdem ich mein Kleingeld durchgesehen habe. “Oh, schade, ich habe nur 2,09 €.” “Dann geben Sie mir das”, sagt sie, schiebt mir den Schein hin und nimmt ein Cent-Stück aus ihrer Trinkgeldkasse. Das finde ich nett!

Kaum bin ich die Treppe hochgelaufen, steht ein mind. 2,50 m großer Mann mit mind. einem Meter Schulterbreite vor mir und schiebt mir ein Stück Schokolade in den Mund. Im Hinausgehen sehe ich noch einen auf Stelzen. Genüsslich lasse ich die Schokoladenpyramide in meinem Mund zergehen.

Meine dritte Website ist online!

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… jedenfalls von meiner Seite. Ich verstehe zwar immer noch nicht, warum einmal die Übertragung der Daten in die Datenbank funktioniert und ein anderes Mal nicht. Aber egal, ich schaufle solange, bis es passt!

Farbe auf den Nägeln

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Und sogar in Streifen!

So schnell kann´s gehen…

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Vor kurzem habe ich mir überlegt, dass es für mich gut wäre, wenn ich in Teilzeit wieder fest angestellt arbeiten würde. Es sollte aber nicht im Büro sein; ich will viel mit Menschen zu tun haben, am besten immer mit anderen; die Arbeitszeiten sollen nach Möglichkeit nicht gar so früh oder bis spät in die Nacht sein; ich möchte hingehen, arbeiten und wenn ich heimgehe, hab ich Feierabend; die Arbeit an sich soll nicht immer gar so gleich sein; nur ein paar Stunden möchte ich am Stück arbeiten; die Wegezeiten sollen kurz sein; ob ich am Wochenende oder unter der Woche arbeite ist mir gleich; wenn ich verkaufe, sollen es keine erklärungsbedürftigen Produkte sein und – es soll mir Spaß machen!

Eine ganz schön lange Wunschliste!

Bei einer Bäckerei-Filiale habe ich an der Scheibe angeschrieben gesehen, dass sie Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit sowie 400 €-Kräfte suchen. Also wollte ich am DI dieser Woche in eben dieser Filiale vorbeigehen und mich bei ihnen melden. In der Humboldtstraße ist eine andere Filiale, bei der der gleiche Text stand; das stand ein paar Tage vorher noch nicht da. Also bin ich rein, habe mich an der Theke gemeldet und sollte ein paar Minuten warten: die Chefin wäre gerade noch in einem Gespräch.

Schluck.

Dann hatte ich ein Vorstellungsgespräch, das sehr angenehm und freundlich war, habe am DO dieser Woche einen Probearbeitstag absolviert, bin jetzt dabei meine Bewerbung zu schreiben – und ab 15. Oktober werde ich in Teilzeit arbeiten.

So kann´s gehen.

Knapp zwei Wochen

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… hat meine Sonnenblume – Dank guter Pflege – gehalten! Am Ende war die Blüte noch schön, aber die Blätter schon braun. Und sie ist wunderbar für Makroaufnahmen geeignet.