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November, 2012

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Per Anhalter durch die Galaxis

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Meine Trilogie in vier Bänden ist wieder vollzählig! Und da freu ich mich.

Erwartungen an eine Freundschaft

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Gestern habe ich mich mit einer guten Freundin über die Erwartungen an eine Freundschaft ausgetauscht. Sie sagt, sie hätte keine Erwartungen. Ich kann dazu nur sagen: Wow!

Ich habe sehr wohl Erwartungen und Erwartungserwartungen.

Z.B. erwarte ich von meinen Freunden,

  • dass sie für mich da sind, wenn ich sie gefragt habe. Wenn ich sie gefragt habe; und sie bejaht haben.
  • dass sie mir ihre Meinung sagen; auch – und gerade – wenn sie für mich unbequem ist.
  • dass sie alles, was ich erzähle, vertrauensvoll behandeln.
  • dass sie für mich Partei ergreifen, wenn und wo es nötig ist.

Das alles tue ich auch; und erwarte ich dementsprechend. Und auch hier wieder ist ein Zauberwort: Kommunikation.

so ein trost

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Ich gestehe, ich steh auf Jandl-Gedichte.

so ein trost
Ernst Jandl

wer es nicht mehr ganz so gut kann
wer es nicht mehr so ganz kann
wer es nicht mehr so gut kann
wer es nicht mehr ganz kann
wer es nicht mehr gut kann
wer es nicht mehr so kann
wer es nicht mehr kann

für den tun es andere
ja für den tun es andere
für den tun es ja andere
für den tun es andere ja
für den tun es ja andere ja
ja für den tun es ja andere ja

dutzendfach
hundertfach
tausendfach
millionenfach
ja
millionenfach

so ein trost

Geklärt!

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Gestern mittag hatte ich “das” Gespräch mit meiner Kollegin und unserer Vorgesetzten. Wir haben es – zu aller Zufriedenheit – geklärt und als Zeichen, wenn meine Kollegin sich im Ton vergreift, eine “gelbe Karte” ausgemacht. Im wahrsten Sinne.

Den Rest des Tages haben wir zusammengearbeitet; ohne Zickereien, ohne Stress, fast völlig entspannt. Nur kurz vor Ende meinte sie, dass es ja nicht toll wäre, von der Chefin zusammengefaltet zu werden. Ich habe nichts dazu gesagt, denn das ist definitiv ihr Thema, nicht meins.

Ich für mich war stolz, für mich eingetreten zu sein und damit meine Arbeitsbedingungen angenehmer zu gestalten. Sicher, DIE Arbeitswelt an sich kann und werde ich nicht ändern. Aber in meiner kleinen Welt kann ich für mich sorgen und darauf achten, dass mich “die” Arbeit nicht auffrisst und ich persönlich, emotional, intellektuell nicht auf der Strecke bleibe. Und genau das werde ich tun!

Akku aufladen

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Heute mittag war ich mal wieder im Zoo. Vorher bin ich noch in der Bücherei vorbei. Im Bus habe ich mich einer älteren Dame gegenüber hingesetzt und bin gegen ihre Tasche gestoßen. “Verzeihung”, sage ich. “Das macht nichts”, erwidert sie – und wir kommen ins Gespräch. Ich staune immer wieder, was man so alles zwischen zwei Bushaltestellen erzählen kann… Sie hat 42 Jahre als Kellnerin gearbeitet (ich kann sie mir bildlich vorstellen: im Dirndl und mit Schweinsbraten und Maßkrügen) und diese Strecke ist nicht ihre Stammstrecke. “Und hier ist es ja auch so schön, nicht?” Ich kann ihr nur zustimmen und nicke sie strahlend an. Als sie die nächste Station aussteigt, gibt sie mir noch einen Rat: “Nutzen Sie jede Stunde!” “Ja”, verspreche ich ihr, “das mache ich.”

Und das habe ich heute auch getan!

Die Flugschau im Tierpark könnte ich mir jeden Tag angucken. Mila, das ist der europäische Uhu, wirkt mit ihren zehn Monaten schon viel abgeklärter als noch vor acht Wochen. Es ist derselbeVogel, ich habe nachgefragt. Hier der bildliche “Beweis” (okay, der Lichteinfall war heute nicht optimal). Vielleicht war ihr auch zu kalt; mir in jedem Fall.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Aquarium sind die Haie umgezogen; und ich habe noch zwei neue Bilder für meine Website. “Unscharfes Blau” habe ich gleich auf die Startseite gestellt. Die Quallen kann ich ohne Stativ bei dieser Dunkelheit nicht schärfer ablichten. Egal. Das war ein erfolgreicher Tag.

Tatsächlich: noch ein schönes Wort

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Ceratostigma Plumbaginoides

Dieses Wort habe ich aus dem gestrigen Kommentar einer sehr guten Freundin. Und hier ein Bild dazu.

Von einer anderen guten Freundin habe ich Ende letzter Woche einen Brief bekommen, mit einem netten Kärtchen und zwei Kino-Freikarten. Da habe ich mich sehr gefreut! Danke! Und ich werde sie alleine einlösen, denn viele meiner Freunde hier sind gerade sehr mit sich beschäftigt oder unterwegs oder beides. Und ich habe nicht das Gefühl, dass ich ihnen gerade noch mehr geben muss resp. geben kann. Es reicht!

Tja, mit meiner direkten Vorgesetzten habe ich noch nicht gesprochen, weil sie letzte Woche krank war. Mal schaun, was morgen ist…

Dr. Jekyll und Ms. Hyde

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Einer der Gründe, warum ich mich selbständig gemacht habe, war, dass ich mir die Personen, mit denen ich direkt zusammenarbeite, aussuchen kann. Das ist bei meiner Teilzeitstelle nicht der Fall.

Und prompt arbeite ich mit jemandem zusammen, dem man es nicht Recht machen kann. Egal, wie ich mich verhalte, es ist nach ihrer Definition falsch. Dabei vergreift sie sich leider öfter im Ton und unterstellt mir, ich würde auch “ganz schön austeilen”. Im nächsten Augenblick ist sie wieder zuckersüß; besonders “ihren” Kunden gegenüber.

Ich verkaufe gerne. Und ich kann verkaufen. Darüber hinaus bin ich in der Lage zu erkennen, was meine direkten Kunden an Sprüchen und Ansprache brauchen und ich vergreife mich i.d.R. nicht im Ton. Wenn ich allerdings bei allem was ich tue und sage korrigiert werde, sind das Arbeitsbedingungen, mit denen ich nicht gut leben kann. Es ist für mich anstrengend. Zu anstrengend.

In den nächsten Tagen habe ich hoffentlich ein Gespräch mit meinen Vorgesetzten. Außerdem würde ich gerne die Anzahl meiner Stunden resp. Tage verringern. Momentan habe ich keine Energie und keinen Kopf für meine eigentliche Arbeit und das, was mir ebenso Spaß macht, nämlich Webseiten zu erstellen. Mein Ziel war, mit einer Teilzeitstelle unter Leuten zu sein; wenn es mich aber zuviel Kraft kostet und von meiner eigentlichen Tätigkeit – und dem Geld verdienen (!) – abhält, bin ich schneller weg, als sie “referentielle Integrität” sagen können.

Das ist ein schönes Wort: “referentielle Integrität”. Finde ich.

Früher Vogel und der Wurm

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Seit knapp vier Wochen arbeite ich beim Bäcker; heute hatte ich eine Schulungsveranstaltung in der Produktionsstätte. Und weil es ein Bäcker ist, war Schulungsbeginn um 6 Uhr. Aufgestanden bin ich vor 4 Uhr. Nein, das sind nicht meine bevorzugten Zeiten!

Spannend fand ich zu sehen, wieviel Arbeit tatsächlich noch in Handarbeit erfolgt. Leider habe ich bei der eigentlichen, inhabergeführten Führung akustisch nicht alles verstanden; die Maschinen sind einfach zu laut. Stattdessen habe ich den Bäckern auf die Finger und über die Schulter geschaut. Das Winden einer Brezn sieht faszinierend und eigentlich ganz einfach aus. Eigentlich.

Mit Haarnetz und Kittel sind wir neuen Mitarbeiter durch die Produktionsstätte geführt worden. Bei der anschließenden Begrüßung inkl. Frühstück konnte ich dann gegenüber dem Verkaufs- und Bezirksleiter all das loswerden, was mir aufgefallen ist. Ich hatte in meiner Filiale schon gefragt, wenn ich ansprechen muss und wurde eben an diese beiden Herren verwiesen. Ja, die Erfassung der Arbeitszeiten ist durchaus ausbaufähig…

Ich mache meinen Mund auf! Schön, wenn sich dadurch etwas ändert. Und wenn nicht, habe ich wenigstens mein Bestes für mich und die Kollegen gegeben. Es mag unbequem sein, es mag dauern, aber auf manche Auswüchse der industriellen Produktion reagiere ich: allergisch und emotional. Zumal die Arbeitszeiten bei den Verkäufern z.B. eh elektronisch erfaßt werden. Wenn mein Dienst von 8 bis 14 Uhr geht und ich mich in Arbeitskleidung um 7:50 an unserer Kasse anmelde, habe ich 10 Minuten verschenkt, da ich sie nicht bezahlt bekomme. Das gleiche, wenn ich mich nach 14 Uhr abmelde. Wenn ich mich dagegen um 8:06 anmelde, werden mir 6 Minuten von meiner Zeit – und damit meinem Stundenlohn – abgezogen.

Das können sie gerne tun, aber dann will ich auch ab dem Zeitpunkt bezahlt werden, an dem ich “steche”. Und wenn eine halbe Stunde Pause automatisch ab sechs Stunden Arbeitszeit abgezogen wird, obwohl ich keine Pause gemacht habe resp. machen konnte, möchte ich sie bezahlt bekommen. Dafür werde ich mir jedes Mal eine Zeitkorrektur schreiben lassen. Das mag sich kleinlich anhören, aber auch hier macht es die Masse; schließlich haben sie mehr als 400 Mitarbeiter…

Der Bezirksleiter hat mir zugestimmt, dass es bei der Zeiterfassung durchaus noch Verbesserungspotential gibt.

Das ist ein Punkt, an dem man durchaus etwas für die Zufriedenheit der Mitarbeiter tun und im wahrsten Sinne wertschätzende Anerkennung geben kann. Dann bleibt die verwendete Floskel “Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Kapital” nicht nur eine Floskel.

Wissendes Aufräumen

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Vor ein paar Tagen habe ich meinen Keller ausgeräumt. Seitdem liegen in meiner Wohnung noch ein paar Bücher und ein paar Ordner zum Entsorgen herum.

Es fällt mir auf der einen Seite schwer, mich von einigen Unterlagen – gerade aus dem Studium – zu trennen, auf der anderen Seite brauche ich sie bestimmt nie wieder. Und ich habe eine Riesenkiste mit Unterlagen zu meiner SAP BW 3.5-Schulung. Anfang dieser Woche war mein ehemaliger Trainer in München und wir haben uns abends getroffen. Ich habe ihn gefragt, ob ich mit diesen Unterlagen noch jemals etwas anfangen kann… Er meinte nur, dass SAP jetzt auf dem Stand von BI 7.3 ist und mindestens 50% der Informationen überholt sind; wenn nicht noch mehr. Ich könne sie mit gutem Gewissen entsorgen.

Das habe ich eben getan: zwei Mal bin ich mit einer SAP-Tüte voll Altpapier zum Container gelaufen. Dafür sind die SAP-Schulungstüten echt perfekt! Auch wenn meine an den Tragegriffen langsam ausfranst; naja, sie ist ja auch schon ein bisschen älter. Eine halbe blaue Tonne ist jetzt voll mit Daten und Büchern. An dieser Stelle will ich noch nicht einmal von Informationen reden, denn sie sind ohne einen Kontext von Relevanzen.

Ach, da sind sie wieder, ein paar Bruchstücke meines Wissens. Beim Bäcker bin ich auch schon über implizites Wissen gestolpert: Michael Polanyi hat implizites Wissen beschrieben und eines seiner Beispiele waren Bäcker. Früher haben sie den Teig noch selbst zusammengemischt und geknetet, heute drücken sie nur noch auf einen Knopf und die vorgefertigten Teigwaren werden mit dem ausgewählten Programm fertiggestellt.

Nach der zweiten Definition bin auch ich Bäcker, denn just heute habe ich meine ersten Brezn und Semmeln selbst gebacken! Heißt: ich habe die tiefgekühlten Convenience-Produkte mit dem richtigen Programm im Ofen fertig backen lassen. Natürlich mit der entsprechenden Vorbehandlung und Aufmerksamkeit.

Frühling im Herbst?

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So langsam wird´s Winter. Vor ein paar Tagen allerdings war die Küchenschelle noch in voller Blüte.

Hier und Jetzt

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Gestern Abend war ich bei einer ganz lieben Freundin zum Essen eingeladen, die längere Zeit unterwegs und nicht in ihrer Wohnung war. Bevor wir angefangen haben zu kochen, haben wir getanzt. Sie war völlig im Hier und Jetzt und hat mit jeder Faser eine Lebensfreude versprüht, die ansteckend ist.

Zum Essen gab es Steak mit Süßkartoffeln sowie glasierten Fenchel mit Ziegenkäse. Sensationell!

Heute morgen habe ich den gestrigen Abend noch einmal Revue passieren lassen und zu ihr fiel mir nur ein Wort ein: bezaubernd.

Als ich heute morgen aus der Haustür bin, habe ich ein Cent-Stück gefunden.