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Februar, 2013

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Nur eine Rose als Stütze

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Im Rosengarten haben sie vor ein paar Tagen die Stütze abgebaut, die jetzt leer und ohne Baum noch herumstand. All die Meisen (Kohlmeisen, Blaumeisen, Schwanzmeisen, Tannenmeisen…) haben sich nicht wirklich durch den Lärm und den Transporter stören lassen.

Da fiel mir doch wieder ein Gedicht von Hilde Domin ein.

Nur eine Rose als Stütze
Hilde Domin

Ich richte mir ein Zimmer ein in der Luft
unter den Akrobaten und Vögeln:
mein Bett auf dem Trapez des Gefühls
wie ein Nest im Wind
auf der äußersten Spitze des Zweigs.

Ich kaufe mir eine Decke aus der zartesten Wolle
der sanftgescheitelten Schafe die
im Mondlicht
wie schimmernde Wolken
über die feste Erde ziehen.

Ich schließe die Augen und hülle mich ein
in das Vlies der verläßlichen Tiere.
Ich will den Sand unter den kleinen Hufen spüren
und das Klicken des Riegels hören,
der die Stalltür am Abend schließt.

Aber ich liege in Vogelfedern, hoch ins Leere gewiegt.
Mir schwindelt. Ich schlafe nicht ein.
Meine Hand
greift nach einem Halt und findet
nur eine Rose als Stütze.

Dicker Hals

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Letzte Woche war ich zwei Mal dabei, als die Bäckerei geschlossen wurde; schließlich soll ich sie auch irgendwann zumachen. Und dabei gibt es einiges zu beachten: Maschinen putzen, Retoure einpacken, Ofen einstellen, für den nächsten Tag alles vorbereiten etc.

Den ersten Abend habe ich meiner Chefin über die Schulter geguckt und dort geholfen, wo es mir möglich war. Wir waren pünktlich fertig und sie meinte, dass ich es sehr gut gemacht hätte.

Den zweiten Abend habe ich mit der Stellvertreterin den Laden zugemacht und nach ihrer Ansicht alles – oder viel – falsch gemacht. Ich weiß ja, dass sie mit mir Schwierigkeiten hat und immer wieder neu ihre Grenzen absteckt. Anstrengend! Es gibt Menschen, die sind keine Führungskräfte; sie gehört definitiv dazu! Ich finde es sehr schade, wenn Vorgesetzte ihre Mitarbeiter klein halten und ihnen nichts zutrauen. In diesem Klima gedeiht natürlich auch kein Spaß an und bei der Arbeit und auch keine Motivation oder auch ein Mitdenken. Ich für mich habe mir in dieser Situation von außen zugeschaut und festgestellt, dass es egal ist, ob ich rechts oder links rum drehe. Ich mache es falsch; ihrer Ansicht nach. Schon am Abend habe ich Halsschmerzen bekommen; eine natürliche Reaktion meines Körper auf den dicken Hals.

Und prompt hatte ich einen grippalen Infekt. Ab dem ersten Krankheitstag benötige ich eine Krankmeldung, so dass ich MO gleich beim Arzt war, obwohl ich erst DI arbeiten musste. Er hat mich bis MI krank geschrieben. Und diese Krankmeldung habe ich auch nicht persönlich in der Filiale vorbeigebracht – auch wenn meine Chefin es gerne gesehen hätte. Ich habe schon einmal mit einer solchen Erkältung in einem Büro gearbeitet – und alle angesteckt. Es hat mehr als zwei Wochen gedauert, bis alle wieder gesund waren. Das wollte ich hier in jedem Fall vermeiden!

MI bin ich wieder zu meinem Arzt – ich hatte keine Stimme mehr! Und er hat mich bis FR dieser Woche krank geschrieben. Diese Krankmeldung habe ich vorbeigebracht, weil es offensichtlich – oder offenhörlich – war, dass ich nicht arbeiten kann. Tja, ich hatte leider den Eindruck, dass meine Vorgesetzten der Ansicht waren, dass ich krank feiern würde.

Was, bitte, ist das denn für eine Einstellung? Wenn ich davon ausgehe, dass meine Mitarbeiter faul und unfähig sind, halte ich sie natürlich klein und sie sind und bleiben faul und unfähig. Ich für meinen Teil bin schon von einem Chef gemobbt und auch schon sexuell belästigt worden. Vielleicht bin ich an dieser Stelle ein wenig empfindlich, aber mir zu unterstellen, dass ich nicht arbeiten will, finde ich – traurig.

Nach einer Woche zuhause und dem Sprechverbot vom Arzt habe ich mir den Frühling in die Wohnung geholt und mir ein paar Tulpen gekauft.

Gutes Sitzen

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Die Verspannung in meiner Schulter ist Dank der Yantramatte besser geworden. Beim Aldi gibt es diese Woche für wenig Geld ein Sitzkeilkissen; ich habe mir eines mitgenommen. Und sitze wunderbar.

Es muss ja nicht unbedingt eine Mauer oder eine Wand sein; s.u.