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Juli, 2013

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Nachtrag zu den Giraffen

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Ich hatte schon mit den unterschiedlichsten Tieren spannende und berührende Begegnungen. Und von klein auf gefallen mir Giraffen, wahrscheinlich, weil ihr Körper eigentlich ziemlich “verbaut” aussieht, sie sich aber sehr grazil und hoheitsvoll bewegen.

Als kleines Kind war ich mit meinen Eltern in Saarbrücken im Zoo. Sie haben mit Sicherheit wie die Eltern heute versucht, mir einen unvergesslichen Tag zu bereiten und mir die unterschiedlichsten Tiere gezeigt und erklärt. Immerhin stand in einem meiner ersten Grundschulzeugnisse, dass ich ein “umfangreiches Wissen über Tiere” habe. Aber ich kleiner Zwockel hatte damals nix Besseres zu tun als festzustellen, dass in Saarbrücken ja gar kein richtiger Zoo wäre, weil sie keine Giraffen hatten. Da haben wir die Erklärung.

Seelenbegrüßung mit Giraffe

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Was will man denn an diesem angeblich heißesten Wochenende des Jahres machen? Ich habe mittags 1,5 Stunden draußen im Schatten gelegen und gelesen; das hat gereicht. Dann bin ich an der Isar Richtung Zoo gelaufen; im Schatten. An der Isar war eine Stimmung wie im Freibad. Und auch das Freibad war so voll wie noch nie. Viel zu viele Menschen. Wie will man da denn noch schwimmen? Aber darum geht es wahrscheinlich nicht.

Dagegen war es im Tierpark angenehm leer, so kurz vor Schluß. Ein Erdmännchen hat wieder vor sich hingedöst, der Aufpasser hat jedem Besucher genau in die Augen geschaut – und natürlich aufgepaßt.

Aufgepaßt hat auch Giraffenbulle Togo. In der (relativ) neuen Giraffensavanne habe ich direkt an der Glasscheibe mit ein bisschen Abstand vor dem Giraffen”baby” Naledi gestanden. Sie stand ein bisschen gebückt und wir waren fast auf Augenhöhe. Ich bin in ihren braunen Augen versunken… Togo beobachtet. Irgendwann geht Naledi zwei Schritte zurück und ihre Mutter, Giraffendame Kabonga, die vorher gefressen hat, kommt genau auf mich zu. Sie bückt sich zu mir herunter und schaut mir direkt in die Augen. Sie verbeugt sich zweimal und schaut mich dabei die ganze Zeit an. Völlig fasziniert verharre ich vor der Glasscheibe. Aus den Augenwinkeln bemerke ich die verwunderten Blicke der anderen Besucher. Ich bin wie verzaubert und gehe zum Ausgang. Als ich mich noch einmal umdrehe, haben sich Mutter und Kind von der Scheibe entfernt. Togo guckt mich immer noch an. Und beobachtet mich auch, als ich an der Giraffensavanne vorbeilaufe. Nein, das habe ich mir nicht eingebildet.

Eigentlich reagieren eher Vögel auf mich; in Neuseeland ist z.B. in einem Tierpark ein Kiwi mit Namen Atu direkt auf mich zugelaufen und hat vor mir an die Scheibe geklopft. Die vom Zoo gestellte Führerin hat dazu gemeint, dass sie so etwas noch nie erlebt hätte. Na gut, das nehme ich mal so hin.

Im Freibad ist es mir auch schon passiert, dass ich mit einem Entenpaar geschwommen bin. Diese haben sich durch meine Anwesenheit nicht stören lassen und ich konnte sie von unten begucken. Lustig. Neulich wurde aber auch das noch getoppt: eine Entenmutter hat ihren sieben (!) Jungen das Freibad gezeigt. Eigentlich war ich mit meinen Schwimmrunden schon fertig, aber da bin ich dann noch neben der Entenfamilie hergeschwommen und habe die Mutter und die Kleinen von oben und unten beguckt. Sehr süß! Die Enten haben sich weder von mir noch von den anderen Badegästen stören lassen.

Thymian und Seidenschwanz

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Meine neueste Anschaffung ist ein Standmixer. Auf der Suche nach Bio-Grünzeug für Grüne Smoothies bin ich zu einem neu eröffneten Vollkorn- und Bioladen nach Giesing gelaufen. Auf dem Weg dorthin habe ich einen Turmfalken erst kreischen gehört und dann rütteln gesehen. Auf dem Dach der Heilig-Kreuz-Kirche hat er sich ausgeruht; vor mich hin grinsend bin ich weitergelaufen.

Im Bioladen habe ich ein paar Sachen eingekauft und gesehen, dass sie auch Thymian abgepackt anbieten. Das ist ein Kraut, das nicht regelmäßig angeboten wird und für die Zubereitung von Schnitzelröllchen unabdingbar ist. Weil ich noch Lauchzwiebeln hatte, habe ich mir im Supermarkt zwei Kalbsschnitzel gekauft; insgesamt 400 gr. Meine Augen waren sehr groß und der Metzger meines Vertrauens hat Samstag Nachmittag natürlich schon zu. Danach bin ich noch einmal im Bioladen vorbei, Thymian kaufen. An der Kasse habe ich ein Brot zum Probieren geschenkt bekommen. Also bin ich auch grinsend wieder heimgelaufen. Abends habe ich mir aus meinen Einkäufen zwei leckere Röllchen gemacht und eine Riesenschüssel Salat. War ich satt!

Im Internet habe ich gelesen, dass es im Nymphenburger Schlosspark Seidenschwänze gibt. Weiter habe ich nicht recherchiert, sondern bin gleich losgelaufen. Seidenschwänze habe ich noch nie gesehen. Heute auch nicht, denn es ist Sommer. Später habe ich herausgefunden, dass sie im Winter in München zu beobachten sind. Da habe ich ja noch ein halbes Jahr Zeit.

Friede sei mit Dir!

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Es gibt immer wieder Menschen, die einen nerven; immer wieder andere, mal mehr, mal weniger. Das ist auch durchaus abhängig von der eigenen Befindlichkeit. Früher habe ich mich fürchterlich aufgeregt, wenn mir z.B. ein Autofahrer die Vorfahrt genommen hat, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin. Oder wenn Fahrradfahrer auf dem Gehweg radeln. Oder wenn eine Person an der Kasse nach ihrem Kleingeld kramt. Oder wenn zwei Leute den ganzen Bürgersteig blockieren. Oder oder oder. Diese Liste läßt sich beliebig fortsetzen, Nerv-Möglichkeiten sind schier unendlich.

Jetzt denke ich mir: “Friede sei mit Dir”, und das nicht ironisch oder abwertend, sondern liebevoll und nachsichtig. Und das Wichtigste ist: Es funktioniert! Oft muss ich dann in mich hineingrinsen (und auch nach außen), dass ich mich gar nicht mehr so aufregen KANN. Das finde ich sensationell! Und ist gut für meine eigene Gemütsverfassung.

Passend dazu habe ich Zeichen auf der Straße gefunden:

 

 

 

 

 

Vielleicht liegt das Glück doch auf der Straße??!