Vor wenigen Wochen habe ich eine neue Wimperntusche getestet. Ich hatte schon von einer Kollegin gehört, dass sie sie nicht vertragen hat und wollte es selbst ausprobiert. Was soll ich sagen? Nach einer guten Stunde habe ich mich wieder abgeschminkt, weil mir meine Wimpern heiß und schwer vorkamen und die Augen gebrannt haben. Eigentlich bin ich nicht allergisch und an den Augen auch eher unempfindlich, aber hier habe ich eindeutig reagiert.

Also habe ich über das Kontaktformular der Website der entsprechenden Kosmetikfirma geschrieben und meine Erfahrungen geschildert. Zwei Tage später hatte ich eine Mail in meinem Posteingang, in der sie sich für meine Unannehmlichkeiten entschuldigt haben und gerne noch einmal mit mir persönlich sprechen wollten, wenn ich ihnen meine Telephonnummer sowie die beste Erreichbarkeit mitteilen würde. Das habe ich getan.

Kurze Zeit später hat mich eine nette Dame vom Kundenservice angerufen und sich meine Erfahrungen mit dieser Mascara in allen Einzelheiten angehört und notiert. Es war ein sehr angenehmes Gespräch und ich hatte das Gefühl, als Kundin ernstgenommen zu werden. Am Ende des Gesprächs hat sie mir, quasi als “kleine Wiedergutmachung”, meine Lieblingsmascara versprochen sowie ein Haarshampoo.

Ein paar Tage später hatte ich einen Brief von ihr im Briefkasten, in dem sie sich für das nette Telephongespräch bedankt hat und dass ich mir die Zeit genommen habe, ihnen die Gelegenheit zu geben meine Situation nachzuvollziehen. Mit separater Post würde mir ein Produktgeschenk zugestellt, das dann in meiner Abwesenheit beim Nachbarn abgegeben wurde. Wie versprochen: Mascara und Haarshampoo. Und ich war ein glücklicher Kunde! Das war Kundenservice in Perfektion!

Und das ist deshalb erwähnenswert, weil es leider die Ausnahme ist.