Neulich bin ich bei der Arbeit vor ein Tribunal aus Chefin und zwei Vollzeitkräften geladen worden. Der Grund war, dass sich eine Kollegin über meine Arbeitsleistung beschwert hat und schon seit längerem auffiel, dass ich langsam arbeite, viel mehr Zeit für bestimmte Arbeiten brauche als andere und auch ganz viel unnötig durch die Gegend laufe. In diesem Zusammenhang ist immer wieder mein Name gefallen, so dass sie mich jetzt darauf angesprochen haben.

Das war der berühmte Tropfen. Und ich bin zusammengeklappt.

Statt Urlaub habe ich meiner Mutter beim Wohnungsauflösen geholfen. Und als ich wieder in München war und es mir immer noch nicht besser ging (Wie auch??) – habe ich mir die nächste Krankmeldung geholt.

Es war die letzten Wochen und Monate einfach zuviel. Besonders unfair fand ich, dass ich eben vor dieses Tribunal geladen wurde. Meiner Ansicht nach habe ich gut gearbeitet; soweit möglich. Meine Chefin weiß, was ich alles um die Ohren hatte und habe. Und was bei mir ankam: “Das, was ich tue und/oder kann, ist nicht ausreichend. Ich bin nicht gut genug.”

Und da hat mein Körper die Notbremse gezogen.