Heute war ich mit dem Fahrrad unterwegs; bei dem Wetter gibt es dafür nur ein Wort: wundervoll! An der Stadtbücherei bin ich von ein paar Studenten angesprochen worden, die mit einer Riesenleinwand, Farben und Pinseln herumgelaufen sind. Sie machen ein Uni-Projekt und suchen Leute, die sich in irgendeiner Form auf der Leinwand verewigen. Nun ja, mit meinen Malkünsten ist es nicht so weit her, also habe ich meinen hinteren Fahrradreifen rot, mit blauen und schwarzen Tupfen, angemalt und bin über die Leinwand gerollt. Das Ganze wurde dann auch fotografiert. Schade, dass ich heute meine Kamera nicht dabei hatte… Beim Weiterfahren habe ich noch rote Fahrspuren auf dem Radweg hinterlassen. Als ob ich ein Kaninchen überfahren hätte. Mindestens! Das war lustig.

Leider sind aber die meisten Autofahrer allein auf der Welt, denn im Westend ist ein Riesenfahrzeug mit LL-Kennzeichen gaaaanz langsam aus der Auffahrt auf den Fahrradweg gerollt. Und mir schließlich mitten im Weg stehen geblieben. Wenn der Fahrer noch zwei Meter vor gefahren wäre, wäre er immer noch nicht auf der Straße, mir aber aus den Füßen gewesen.

Also: Vollbremsung. Das Auto stand und ich bin mit dem Vorderreifen an seine Tür gestupst. Völlig erschreckt hat der Fahrer die Scheibe heruntergekurbelt und mich entgeistert angeguckt. Warum ich denn sein Auto anstupsen würde? Hm, vielleicht, weil es auf dem FAHRRADWEG steht. Leider hat mein Reifen nur eine Staubspur auf seiner Tür hinterlassen. Ich hätte den Vorderreifen anmalen sollen, dann wäre zumindest die Möglichkeit gewesen, dass er einen entsprechenden Abdruck auf der Tür gehabt hätte… So ein Vogel!