Beiträge mit dem Tag ·

Abschied

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In den Socken meiner Mutter

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Vor zwei Wochen hatte ich Besuch von einer Bekannten und jetzt habe ich ihr eine Mail geschrieben – denn seit zwei Wochen habe ich Halsschmerzen und Husten…

Hallo S.,

meine Jacke und die Socken sind wohlbehalten wieder bei mir angekommen. Danke für Dein Kärtchen und den Riegel. Aber so, wie es keine zweite Chance für einen ersten Eindruck gibt, kam Deine Karte eine gute Woche zu spät. Als Du abgefahren bist, war kein noch so winziges „Dankeschön“ in meiner Wohnung oder im Briefkasten. Kein Blümchen, keine Schokolade, kein Briefchen, noch nicht mal eine Nachricht auf einem Block von mir. Ganz schön wenig, oder?

Und auch auf dem Kärtchen im Paket kein „Danke, dass ich bei Dir übernachten durfte.“ Du hast es als selbstverständlich erachtet, dass Du bei mir übernachten kannst und hälst es nicht für nötig, Dich dafür zu bedanken. Das empfinde ich als respektlos. Wir hätten Zeit auch gemeinsam teilen können, OHNE dass Du in meiner Wohnung schläfst, zudem ich keinen Urlaub hatte, sondern ganz normal gearbeitet habe. Bei mir trifft der Spruch „My home ist my castle“ durchaus zu und ich lasse wirklich nicht jeden in meine vier Wände.

Fünf Nächte hast Du bei mir verbracht und dazu hatte ich Dich nicht eingeladen, sondern Du hast mich eine Woche vorher gefragt, ob Du bei mir übernachten kannst, während Du bei W. div. Coachingtermine hast. Ich habe Dir zugesagt und mich sogar auf Dich gefreut!

Ich habe Dich also mitten in der Nacht am ZOB aufgesammelt und um die Zeit war nix mehr mit zusammen essen gehen. Also sind wir in meine Wohnung und ich habe Dir die Schlüssel dazu gegeben. Wir haben noch eine Weile zusammengesessen und gequatscht. Und auch da ist mir schon wieder und mal wieder aufgefallen, dass Du nur von Dir erzählst. Du stehst im Mittelpunkt Deines Universums. Was bis zu einem gewissen Teil okay ist, aber so eine narzisstische Person wie Dich habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Mit Dir gibt es überhaupt keine Möglichkeit, dass sich ein GESPRÄCH entwickelt, denn es ist die Aneinanderreihung von (sprunghaften) Monologen Deinerseits. Wenn ich dann etwas erzählt habe, hast Du nur darauf gelauert, dass Du Dich wieder einklinken und mich mit Deinem „Wissen“ zutexten kannst. Das ist unglaublich anstrengend und unbefriedigend. Nein, Du willst mir Deine Diagnose nicht nennen, denn Du bist mehr als eine Diagnose. Meiner Ansicht nach hast eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Aber das weißt Du.

Am letzten Abend vor Deiner Abfahrt bist Du noch zu mir ans Bett gekommen und hast gemeint, Du hättest den Eindruck, das etwas zwischen uns steht. Das stimmt, denn ich habe während Deiner Anwesenheit immer wieder innerlich die Augen verdreht, wenn Du um Dich gekreist bist. Das ist meine Art und Weise mit Deiner Art umzugehen. Da habe ich Dir gesagt, dass Du nur von Dir erzählst. Du meintest, interessant, Du hättest den Eindruck, ich würde nur von mir erzählen. So kanns gehen, aber wenn ich die reine Sprechzeit gemessen hätte, hättest Du 3/4 davon beansprucht. Ach, was sag ich? 7/8 trifft es eher. Teilweise war es auch gar nicht möglich, in Deinen Gesprächsfluss einzugreifen und da habe ich eben zugehört. Und beobachtet. Und im Gegensatz zu Dir höre ich zu und bemerke, wenn Deine Blicke und Deine Gedanken abschweifen, während ich etwas erzählt habe, das mich betrifft und beschäftigt.

Noch ein Beispiel dafür, dass Du nicht zuhörst oder auf andere eingehen kannst?!? Ich hatte Dir mehrmals gesagt, wo ich arbeite und MO Abend wolltest Du mich von der Arbeit abholen. Tatsächlich hast Du aber den Eingang nicht gefunden, weil Du an einer anderen Ecke vom Hauptbahnhof gestanden und – mal wieder – nicht zugehört hast. Ich hätte erwartet (okay, meine Erwartung, aber ich hätte es an Deiner Stelle so gemacht), dass Du zu Ladenöffnungszeiten vorbeikommst und Dir anschaust, wo und wie ich arbeite. Aber das setzt natürlich ein grundsätzliches Interesse an meiner Person voraus, was ich Dir hiermit abspreche. Du hattest ja noch so viel zu tun…

Schön für Dich, wenn das Coaching bei W. Dir hilft! Das macht er auch wirklich gut. Ich möchte mit ihm aber nichts mehr zu tun haben, da er nicht für mich und meine Mutter da war als mein Vater gestorben ist. Obwohl er es angeboten und versprochen hat, weil er ja weiß, wie sich ein solcher Verlust anfühlt. Aber nicht zur Beerdigung zu erscheinen, zu der er schriftlich und persönlich eingeladen war, weil er einfach die Zeit verpeilt hat, ist für mich ein klares Zeichen, dass ich ihm nicht wichtig bin. Und meiner Mutter dann noch nicht einmal ein Beileidskärtchen zu schicken ist der Gipfel der Ignoranz. In manchen Situationen zeigt sich, wer Dein Freund ist. Oder eben nicht. Und ich tue mich wirklich schwer damit, Freunde aus meinem Leben gehen zu lassen, aber manchmal geht es einfach nicht weiter. Aus diesem Grund habe ich auch nicht zurückgegrüßt als Du mir seine Grüße ausgerichtet hast. Nach meinem letzten Stand denkt er immer noch darüber nach, was ich ihm in meinen WhatsApp-Texten geschrieben habe… Die Neujahrsgrüße lasse ich mal außen vor. Ich habe keine weitere Rückmeldung von ihm bekommen und damit ist die Sache für mich erledigt.

Ich schicke Dir diesen Brief jetzt, denn ich habe seit gut zwei Wochen Halsschmerzen und der Husten ist auch sehr hartnäckig. Besonders interessant fand ich in diesem Zusammenhang Deine SMS, als Du schon wieder auf der Rückfahrt warst und ich Dir geschrieben habe, dass ich Halsweh habe und immer wieder niesen muss: „Was mir noch gerade einfällt: du hast was im Hals, das dich stört; wenn schluckbeschwerden: dir fällt schwer etw. Bestimmtes zu schlucken. Triefnase: du hast die Nase voll. Ist das hilfreich für dich?“ Auf die Idee, dass es mit Dir zusammenhängen könnte, bist Du nicht gekommen, oder? Du hast ÜBERHAUPT kein Gespür für andere Menschen, auch wenn Du behauptest, dass Du hochsensibel bist. Das mag ja sein – aber Deine Welt dreht sich nur um Dich. Und statt es zu nutzen, dass Du siehst und spürst wie es anderen geht und auf sie einzugehen, drehst Du Dich weiter um Dich auf der Suche nach Deiner Essenz. Was immer das sein soll.

Ach so, auf die Erklärungstexte bezüglich Halsschmerzen und Husten warte ich immer noch. Auch wenn o.g. Erklärung durchaus zutreffend ist. Doch das ist tatsächlich auch für mich nichts Neues.

Abgesehen von all dem bist Du für mich keine Freundin, sondern lediglich eine Bekannte, die ich bisher vier- oder fünfmal getroffen habe! Trotzdem habe ich Dich fünf Nächte in meiner Wohnung auf meiner Couch in meinem Schlafsack übernachten lassen. Und Dir alles zur Verfügung gestellt: den Inhalt meines Kühlschranks, Tee, Wärmflasche etc. pp. Meinen Löwenzahnhonig! Und zu guter Letzt habe ich Dir noch meine Lieblingsfleecejacke geliehen und selbstgestrickte Socken meiner Mama, weil Dir so kalt war. Und sie Dir sogar mit auf Deine Rückfahrt gegeben.

Ich finde es gut, dass Du W. auch noch von den Muffins vorbeigebracht hast und dass Du Deinem Bruder die Sachen ersetzen wolltest, die Du in seiner Wohnung aufgegessen hast. Da hatte ich mir gedacht, dass Du Dir für mich auch etwas überlegst. Doch nein. Als ich am DO zurück in meine Wohnung gekommen bin und Du schon auf der Rückfahrt warst, war fast nichts mehr davon zu sehen, dass ich Besuch hatte. Okay, die Muffins und die Tarte standen noch herum und Du hättest noch mehr davon mitgenommen, wenn Du es hättest tragen können.

Sicher, Du hast dann aus dem Bus eine SMS geschrieben: „… Ich hab die Zeit gern mit dir geteilt und ich fand das intensive kochen toll – ich liebe es zu essen!… Hab nen schönen Tag heute und morgen & dann ein supergeiles, megaentspanntes und überirdisch krafterfüllendes Wochenende! Drück dich nochmal u bis bald, vielleicht nächstes Mal mehr We dabei, LG, S.“ Und auch hier, als Du Dich für das gemeinsame Kochen bedankst, stehst Du im Mittelpunkt, denn DU liebst es zu essen!

In Deinem Kärtchen im Paket hast Du vorgeschlagen, dass wir uns treffen, wenn Du zum „richtigen“ Urlaub machen in der Stadt bist und nicht zum Coaching, denn das könnte besser passen. Das kann ja sein, aber es wird kein nächste Mal geben. Ich bin nicht bereit, mich von Dir ein weiteres Mal benutzen und ausnutzen zu lassen! Du hast mich benutzt, indem Du mich als Übernachtungsmöglichkeit missbraucht hast. Du hast mich ausgenutzt, weil noch nicht mal ein Dankeschön und eine Anerkennung meiner Gastfreundschaft von Dir kam. Was hatte ich davon, dass ich Dich hier bei mir habe übernachten lassen?? Du hast Dir noch nicht einmal Gedanken darüber gemacht, wie Du mir eine Freude machen kannst oder mir etwas aus Berlin mitgebracht. Okay, Du hast mich vegan bekocht; aber das wolltest Du auch. Das war jetzt nicht nur für mich und wir hätten so oder so gekocht. Ich finde, ein „Dankeschön“ wäre mehr als angemessen gewesen! Du bist nicht meine Freundin wie mein Besuch eine Woche vorher. Da hast Du mich gefragt, was denn der Unterschied zwischen diesen beiden Besuchen war… Jetzt weiß ich es: meine Freundin aus Konstanz kam zu mir, um eben mich zu sehen und mit mir Zeit zu verbringen. Wir haben Ausflüge gemacht und Freunde von mir getroffen. Wir haben viel zusammen gelacht und dieses Mal nicht geweint; wir haben Anteil am Leben und der jeweiligen Situation der anderen genommen. Und ihr habe ich sehr gerne meine Wohnung und meinen Löwenzahnhonig, den Du Dir einfach so genommen hast, zur Verfügung gestellt. Denn genau das macht Freundschaft aus: Für den anderen da sein und mit ihm Freud und Leid teilen. Das funktioniert natürlich nicht, wenn einer nur um sich kreist. Na gut, es funktioniert vielleicht schon, wenn der andere ein ausgeprägtes Helfersyndrom hat – was bei mir nicht der Fall ist. Dennoch können meine Freunde jederzeit und mit allem, was mir zur Verfügung steht, auf mich zählen. Immer! Und ich gebe Bekannten auch weiterhin einen Vertrauensvorschuß, auch wenn ich enttäuscht werde so wie bei Dir. Vielleicht verstehst Du ja besser Coachingsprache: Ich bin ent-täuscht, d.h. die Täuschung ist aufgefallen. Aber mit derselben Person passiert mir das nicht ein zweites Mal, denn das kann ich in meinem Leben nicht brauchen.

Ich wünsche Dir alles Gute
B.

Wer geht, wer bleibt

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Ich bin gespannt, wer in meinem Leben bleibt. Und erst Recht, wer neu in mein Leben kommt!

Einige werden gehen. Ich bin nicht bereit, mich von Leuten be-wert-en zu lassen, die nicht für mich da waren, als ich sie gebraucht habe. Und manche Versäumnisse kann man mit Worten nicht wieder gut machen.

Unter der Erde

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Heute war die Beisetzung meines Vater. Endlich! Vier Wochen nach seinem Tod war es wirklich an der Zeit, aber da ich auf die Anwesenheit meines Patenonkels Wert gelegt habe und er gesundheitlich erst zu diesem Termin konnte, haben wir eben bis Mitte November gewartet. Mein Vater wurde verbrannt; von daher war es egal.

Sehr merkwürdig. Jetzt liegt seine Asche in einer Urne auf dem Friedhof. Von mir aus hätte es auch eine Nivea-Dosen sein können; darin hätte ich ihn erkannt. Er sich erkannt. Und wenn auf dem Kranz von meiner Mutter und mir “In Liebe, Dein Weib und der Zipfel” gestanden hätte, hätten sie bei meinem Namen auch keinen Schreibfehler gemacht. Unglaublich! Das darf nicht passieren! Finde ich.

Es war eine kleine, feine und intime Feier. Die Referentin hat meinen Vater gut dargestellt, ich habe ihn erkannt.

Mein Onkel hat gesagt, in den nächsten Tagen fällt es wie ein Stein von mir ab. Darauf hoffe ich. Und morgen geh ich beim Bestatter vorbei… Zorn ist heiß. Und lebendig. Und das ist gut. Auch wenn es an dieser Stelle unnötig gewesen wäre…

Ruhe Du in Frieden! Wo immer Du bist, es geht Dir gut. Das weiß ich. Ich hab Dich lieb.

Psalm 23

Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Tag 6

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Die ersten Nächte “danach” habe ich tief und traumlos und völlig erschöpft geschlafen. Mama und ich haben auch schon viel organisiert: Bestatter, Trauerfeier, Grabstätte, Grabstein etc. pp. Was da alles zu tun ist! Das Gute daran ist, dass ich beschäftigt bin.

Gestern habe ich ein Gedicht gefunden, das ich mir damals aus AKZENTE – Zeitschrift für Dichtung abgeschrieben habe. Die Zusammenfassung, die dicken Bände mit dem ganz dünnen Papier, stehen irgendwo bei mir im Keller. In einer Kiste mit den Sachen meines Vater… Dieses Gedicht habe ich damals auf dem grauen Umweltpapier mit der Schreibmaschine abgekleppert, als ich mir das Zehn-Finger-System beigebracht habe. Mit einer unendlich lauten elektrischen Schreibmaschine. War die laut! Wenn ich an der Stelle meiner Mutter gewesen wäre, wäre ich längst ausgeflippt. Aber sie hat das Brummen und Anschlagen der Tasten geduldig ertragen. Auch Danke dafür!

 

Wladimir Majakowskij

 

Es gibt noch wenig Lust

auf unserm Stern.

Man muss

die Freude

aus der Zukunft

reißen.

In diesem Leben

stirbt man leicht und gern.

Bedeutend schwerer ist:

das Leben meistern.

Papa, Du fehlst mir.

Darauf kann man sich nicht vorbereiten

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Gestern ist mein Vater gestorben.

Schon vor einer Weile habe ich versucht mir vorzustellen wie es sein wird, wenn er es “geschafft” hat, denn er hat meiner Mutter immer wieder gesagt, dass er keine Lust mehr hat und zeitweise auch nur wenig, noch weniger, gegessen. Bislang hatte er sich immer wieder berappelt… Letzten MI war ich mit einer Freundin bei meiner Mama und wir sind auch bei meinem Vater vorbei. Da habe ich ihn das letzte Mal lebend gesehen. Und als wir gegangen sind, war er wieder ärgerlich und genervt. Aber so will und werde ich ihn nicht in Erinnerung behalten!

Gestern Abend war ich auf der Langen Nacht der Münchner Museen und ich hatte mein Handy lautlos gestellt, weil wir auf einem Gamelankonzert (sehr gewöhungsbedürftig…)  im Stadtmuseum waren. Als wir später noch im Haus unterwegs waren, hat wieder mein Handy geklingelt und ich bin drangegangen. Die Station meines Vater. Er ist verstorben. (Was ist eigentlich der Unterschied zwischen verstorben und gestorben? Dass ich mir diese Frage gestellt habe ist das nächste, an das ich mich erinnern kann.) Sofort bin ich ins Münchenstift. Meine Mutter war nicht auf ihrem Zimmer und ich bin zur Station meines Vater. Ich wusste nicht wirklich, was mich erwartet. Mama war da; in Tränen aufgelöst. Diese starke Frau! Und mein Vater lag, mit einem Paravent abgeschirmt, in seinem Bett und sah aus, als würde er schlafen. In dieser Stellung hatte ich ihn die letzten Male oft gesehen und wir haben ihn dann immer geweckt. Dieses Mal habe ich es auch versucht, mich auf sein Bett gesetzt und ihm die Hände auf die Brust gelegt. Aber es war mein Puls, den ich gespürt habe. Er war noch ganz warm. Und sah so friedlich aus. Eine Träne in den Augen, aber die Gesichtszüge ganz entspannt. Die erste Leiche, die ich gesehen habe. Es war für mich gar nicht so schlimm. Schlimmer fand ich seinen Anblick letztes Jahr, als ich ihn im Krankenhaus gesehen habe. Und dann auf der Pflegestation. Offensichtlich habe ich mich die letzten Monate an diesen Anblick gewöhnt.

Langsam sickert in mein Hirn, dass er nicht mehr da ist. In einer guten Woche wäre ihre kirchliche Hochzeit über 54 Jahre her. Ich hab noch so viel, was ich ihm sagen wollte. Ich hab noch so viel, worüber ich mit ihm streiten wollte. Noch so viel offene Auseinandersetzung! Nein, darauf kann man sich nicht vorbereiten.

Abschiedsbrief an einen depressiven Quartalssäufer

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Lieber S.,

es kann sein, dass Du mit mir noch ein letztes Gespräch führen würdest wenn ich Dich darum bitte, aber ich will nicht. Ich will mit Dir abschließen und das kann ich am besten schriftlich. Und in erster Linie schreibe ich für mich; auch wenn Du das nicht glauben magst.

Anfang September 2016 hast Du mich noch einmal angerufen, auch wenn ich Dir mitgeteilt hatte, dass ich keine Lust habe zu telephonieren. Wieder einmal hast Du Deinen Willen durchgesetzt und es war egal, was ich will. Sicher, ich hätte auflegen können, aber ich war auch neugierig, was Du mir zu erzählen hast… Und habe mich im Nachhinein über meine Entscheidung geärgert, denn Du bist mir wieder im Kopf gewesen. Außerdem hattest Du nichts Neues zu berichten und ich habe keine Lust, mich von Dir beschimpfen zu lassen, auch wenn Du immer wieder betonst, dass Du mich nicht beschimpfen oder aufregen willst. Sei versichert, meine positiven und warmen Gefühle für Dich sind weg. Innerlich bin ich kalt. Daher berührt es mich auch nicht, wenn Du mir erzählst, dass Du jetzt weißt, wer für Dich wichtig ist. Ich weiß, ich bin es nicht.

Deiner Ansicht nach soll ich mir Gedanken über mich machen. Schon diese Aufforderung ist ohne Worte. Du siehst Dich als den Unverstandenen, den Retter der Unbewußten. Du willst, dass ich Deine Sicht auf die Dinge verstehe. Aber: Ich will nicht. Ich will nicht mehr mit Dir zusammen sein und ich will mich nicht damit auseinander setzen, warum Du so geworden bist wie Du bist. Ich habe schon viel zu lange versucht Dich zu verstehen. Und Dir beizustehen.

Wir haben uns Anfang Juni 2015 kennengelernt und in den ersten zwei Monaten warst Du ein absoluter Traumtyp und das habe ich auch Dir und anderen gegenüber mehrfach betont. Und ich habe Dir auch gesagt, dass ich keinen kenne, der so viele unterschiedliche Gesichter hat. Und mit einigen davon komme ich überhaupt nicht zurecht.

Heute weiß ich mehr und wenn ich mich während unserer Beziehung betrachte weiß und hoffe ich, dass mir so etwas nie mehr in meinem Leben passieren wird. Nichtsdestotrotz will ich mich aus vollem Herzen und mit ganzer Seele auf eine neue Beziehung einlassen. Irgendwann.

Jetzt ist die Zeit des Abschieds. Du willst Deine restlichen Sachen nicht mehr holen und das ist okay für mich. Du bist ebenfalls dabei Abschied zu nehmen und tust geheimnisvoll, auch wenn Du noch nicht weißt, wo Du hingehst oder wie lange Du in München bleibst oder was Du beruflich machen willst etc. Gut, wenn Du meinst oder um es mit Deinen Worten zu sagen: Dann kläre Deine Sachen.

Als wir uns kennengelernt haben, habe ich Dich dafür bewundert, dass Du alle Brücken hinter Dir abgebrochen hast und in einer fremden Stadt einen neuen Job anfängst ohne jemanden zu kennen. Jetzt ist mir klar warum: Du hinterläßt verbrannte Erde.

Ich will jetzt gar nicht darauf eingehen, was in unserer Beziehung im Einzelnen schief gelaufen ist, ich weiß nur, dass ich in den letzten Monaten nicht mehr agiert sondern nur noch reagiert habe, damit es Dir gut geht und Du ja nicht flippst. Leider nicht erfolgreich. Ich finde, es ist mein gutes Recht in meinem Blog, den ich nämlich genau so verwende, an Dich zu schreiben. Schließlich hast Du unsere Beziehung auch mehr als öffentlich gemacht, wenn Du in meiner Wohnung, in der Du auch gewohnt hast, herumgeschrien hast. Oder ich mit einem Großaufgebot der Feuerwehr im März meine Wohnung aufbrechen musste, weil Du es – aus welchen Gründen auch immer – im Urlaub auf Mallorca mit mir nicht mehr ausgehalten hast, so dass Du nach drei Tagen zurückgeflogen bist. Und mich dort hast sitzen lassen. Und zu der Nacht vor Deinem Abflug, als Du mir zeigen wolltest, was meine größte Angst ist, kann ich nur sagen, nein, das ist nicht meine größte Angst, das ist DEINE! Du hast Angst, dass Dich jemand benutzt und dann verläßt, daher markierst Du den starken Mann, der Du in dieser Hinsicht nicht bist.

Die Tage, die ich im März noch auf Mallorca verbracht habe, waren alles andere als erholsam. Ich wusste nicht, wie es Dir geht, was mit Dir passiert, ob Du Dir etwas antust, ob Du meine Wohnung verwüstest… Beliebige Szenarien habe ich durchgespielt und Worst-Case-Szenario ist eingetreten: Du hast völlig besoffen auf meiner Couch gelegen und hattest meine Bar geplündert und in meiner Wohnung – zum Glück nicht so arg wie in Deinem alten Zimmer – randaliert. Wahrscheinlich sollte ich froh sein, dass Du überhaupt noch gelebt hast… Die Flecken und der Gestank auf meinem Teppich werden mich immer an Dich erinnern, denn bislang ist es mir nicht gelungen sie zu entfernen. Widerlich.

Ich brauche keinen, der mich rettet. Und ich will auch keinen, den ich retten muss. Das funktioniert sowieso nicht. Du hast gesagt, Du hast eine Depression und ich habe Dir versichert, dass ich durch diese Zeit mit Dir gehe und versuche, mich so zu verhalten wie ich es mir damals von meinem Partner gewünscht hätte. Tatsächlich ist aber nicht die Depression Dein Thema, sondern der Alkohol. Oder auch beides. Du bist ein Quatalssäufer, der sich alle drei Monate die Lichter ausschießt. Es wäre besser gewesen, ich hätte Dich nie in meine Wohnung einziehen lassen und die Beziehung gleich nach Deinem ersten Absturz in München Anfang August 2015 beendet. Hinterher ist man immer schlauer…

Der Wunsch nach einer Beziehung war stärker als mein gesunder Menschenverstand. Ich habe Dir geglaubt und Du hast mich belogen. Meine Familie und meine Freunde habe ich Dir vorgestellt, aber für Dich waren nur die Männer, mit denen ich im Bett war, wichtig. Ich habe Dich in mein Leben, mein Herz und meine Wohnung gelassen und Du hast dort gewütet und meine Sachen nach Deinem Belieben weggeworfen. Eifersüchtig bist Du auf irgendwelche Ereignisse in der Vergangenheit. Alles sollte ich entsorgen. Bin ich froh, dass ich meine Urlaubslisten, in denen ich eintrage, was ich mit in Urlaub nehmen will, nicht entsorgt habe! Na ja, die zwei Zettel, auf denen Dein Name steht, sind am Ende nur eine Randnotiz meiner Geschichte. Und ich wiederhole mich auch gerne: Diese Listen sind im Laufe der Jahre gewachsen und mir bei allen großen Fahrten immer wieder eine Hilfe. Dass ich darauf notiere, mit wem ich wann weggefahren bin, ist eine Gedächtnisstütze für mich und kein Angriff gegen Dich. Das hat mit Dir ÜBERHAUPT NICHTS zu tun.

Als Du im Dezember nach Deinem Haar-Aufenthalt wieder vor meiner Tür gestanden hast, habe ich Dich wieder aufgenommen und Dir geglaubt, dass Du etwas ändern willst und Depression Deine Krankheit ist. Ja, ich wollte nicht sehen, dass Du noch andere und schwerwiegendere Probleme hast. Ja, Du hast schlimme Erfahrungen in der Kindheit gemacht, ABER Du kannst sie benennen und daran arbeiten. Sie sind keine Entschuldigung für Dein Verhalten heute. Und dafür hätte ich durchaus eine Entschuldigung erwartet, spätestens als Du mir erklärt hast, warum das alles passiert ist. Aber Du sagtest nur: „Ich konnte nicht anders.“ Jetzt sage ich: „Ich könnte zwar anders, aber ich will nicht.“ Deine Entschuldigung beim letzten Telephonat kann ich nicht wirklich annehmen. Es geht nicht darum, Dir eins auszuwischen, aber vielleicht ändert sich jetzt etwas für Dich und bei Dir. Mir ist es gleichgültig. Naja, noch nicht ganz, denn sonst wäre ich nicht noch wütend, würde nicht schreiben und es würde mir nicht immer noch im Kopf rumgehen. Aber es hilft mir und es ist gut für mich. Und darum geht es – um und für mich.

Vielleicht habe ich Dich gebraucht, damit Du mir beistehst, als mein Vater im Pflegeheim war und ich ihn das erste Mal dort gesehen habe. Er hat mich beschimpft und Du hast mich zu ihm geschickt als ich zornig aus seinem Zimmer gestürmt bin. Daraufhin bin ich zurück und habe ihn angeschrien; naja, nicht so laut wie ich könnte, aber diese „Ansprache“ war mehr als fällig! Ich bin für mich eingestanden und habe es auf eine Konfrontation angelegt. Und das war gut! Dass Du in dieser Situation für mich da warst, dafür werde ich immer dankbar sein.

Wir hatten auch schöne Momente, an die ich mich gerne zurückerinnere: Schwimmen im Freibad, picknicken an der Isar, Biergartenbesuche, gemeinsames Kochen etc. Wie schade, dass Du diesem wundervollen Mann so wenige Chancen gibst sich zu zeigen! Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du irgendwann bei Dir ankommst! Ein WhatsApp-Status war: „ Lass dir die Vergangenheit eine Lektion sein, die Gegenwart ein Geschenk und die Zukunft deine Motivation.“ Und das wünsche ich Dir!

B.

Abschiedsbrief an einen Narzissten und Egozentriker

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Ende 2014 hatte ich für ein paar Wochen eine Beziehung zu einem Mann, die mich noch relativ lange beschäftigt hat, da wir kein “letztes Gespräch” hatten. Also habe ich ihm eine E-Mail geschrieben – und er meinte danach per Mail, dass ich in allen Punkten in Schwarze getroffen hätte. Und ich hab es aus dem Kopf.

“V.,

sorry, die Sandwich-Taktik wird hier nicht funktionieren, denn leider lässt Du Dir die Chance zu einem letzten Gespräch mit mir entgehen. Das finde ich respektlos. Wir hatten für ein paar Wochen eine Beziehung und Du schlägst meinen Wunsch nach einer letzten Aussprache ab. Damit entpuppst Dich auf den letzten Metern als Arschloch. Dass Du ein Egozentriker und Narzisst bist, weißt Du. Für mich ist es wichtig, dass ich meine Gedanken aufschreibe, denn dann sind sie aus meinem Hirn und ich kann mit Dir abschließen.

Ich habe überhaupt nicht das Verlangen, eine Beziehung mit Dir weiterzuführen. Da Du ja aber, ach, so interessiert bist an allem Möglichen, vergibst Du Dir hier die Chance, einen anderen Standpunkt zu hören und Dich weiterzuentwickeln. Das willst Du doch; hast Du zumindest immer behauptet.

Für mich ist es jetzt kein Wunder, dass Du keinen Kontakt mehr zu Deinen Exfreundinnen hast und keine Beziehung länger als zwei Jahre gedauert hat… Man kann auch erwachsen eine Beziehung beenden, wenn sich die Gefühle geändert haben oder eben doch nicht so stark sind. Dann geht jeder seiner Wege, man freut sich der gemeinsamen Zeit. Und gut. Aber auf den Gesprächswunsch einer Person, die einem einmal nahe gestanden hat, nur ablehnend reagieren?! Das ist sogar asozial.

Dennoch möchte ich mich bei Dir bedanken, denn all diese Erfahrungen habe ich gebraucht.

Ich will mit Dir keine Beziehung weiterführen, die mir nicht gut tut, denn ich bin nicht nur nicht die Richtige für Dich, sondern Du bist der ABSOLUT FALSCHE Partner für mich. Du drückst bei mir Knöpfe, die mich in die falsche Richtung laufen lassen. Das ist wahrscheinlich das, was Du mit „Muster“ oder „Symptom“ meinst. Dem stimme ich zu. Und wenn ich auf der absteigenden Spirale bin, bin ich nicht mehr in der Lage, meine Gefühle und Gedanken positiv zu beeinflussen. In der Zeit mit Dir war ich definitiv in einer  depressiven Phase. Im Zusammensein mit Dir war ich immer ungenügend, unvollkommen und mein Körper hat darauf reagiert. Das habe ich Dir auch gesagt, als ich meinte, dass ich mich nicht spüre. Du hast keine Rücksicht darauf genommen und warst an dieser Stelle übergriffig.

Du sagst, dass Du gleich Einhalt bekommen möchtest, wenn Du klugscheißt (dieses ist für mich ein unmögliches Wort), aber das ist in einer konkreten Situation schwierig. Wahrscheinlich nicht nur für mich, sondern für die meisten Menschen. Erst im Nachhinein wird mir klar, was passiert ist und was Deine Äußerungen bei mir anrichten. Dabei geht es auch darum, dass Du Dir ein Urteil über all das um Dich herum anmaßt. Ich finde, das steht Dir nicht zu! Ungefragt erst Recht nicht! Schön für Dich, wenn Du Deinen Weg gefunden hast – aber es ist DEIN WEG, nicht der der restlichen Menschheit! Abgesehen davon stellst Du Dich über alle anderen Menschen. Du bist unerträglich überheblich. Die anderen sind nichts wert, denn sie machen dieses oder jenes falsch. Wenn sie nur auf Dich gehört hätten… Gähn.

Für Dich bist Du der Nabel der Welt. Punkt. Das sollten alle Menschen für sich selbst sein. ABER: Alle anderen haben sich nach Dir und Deinen Befindlichkeiten, Deiner Zeitplanung und Deinem Wunsch nach Alleinsein zu richten. Für eine Beziehung ist das zuwenig. Da gibt es nicht nur ein Ich und ein Du, sondern eben auch ein Wir, das immer wieder neu geschaffen wird und entsteht. An dieser Stelle weiß ich, wovon ich rede, denn ich habe es schon erlebt. Dieses Aufgehoben- und Gehaltensein in einer Beziehung, bei der die Grenzen verschwimmen und die Zeit stillzustehen scheint, wenn eine Seele eine andere berührt… Das ist magisch.

Schön für Dich, wenn sich die mehr als 20 Jahre Therapieerfahrung für Dich lohnen. Meiner Ansicht nach bist Du noch viel zu sehr mit dem Kopf und viel zu wenig mit dem Herzen dabei. Das hat mir auch gefehlt. Deine Herzenswärme und Herzensgüte ist in jedem Fall erweiterbar – denn sie ist nicht wirklich vorhanden. Dazu gehört z.B. auch, dass Du Dich mit Deinen Eltern auseinandersetzt und sie nicht negierst, sondern ihnen ihr Verhalten vergibst. Wenn Du sagst, dass Du von mir keinen Monolog hören willst, weil Du in H. genug Monologe Deiner Mutter gehört hast, beweist es genau das: Es ist Dein Thema! Und mir gegenüber bist Du damit respektlos, denn meine Wünsche zählen nicht, s.o.

Darüber hinaus möchte ich nicht, dass Du Dein Leben auf irgendeine Weise mit meinem vergleichst. Wenn Du das Gefühl hast, das ich „ähnliche Sachen gerade durchmache“ wie Du „vor 15 Jahren“, dann ist es anmaßend! Woher willst Du das wissen? In einem hast Du allerdings Recht: Du bist nicht das ideale Gegenüber! Und auch an dieser Stelle steht Dir eine Be-wert-ung und Be-urteil-ung nicht zu! Du hast mich nicht zu werten und über mich zu urteilen.

Wenn Du in einer SMS von meiner „Lebenswut“ sprichst, kennst Du mich wirklich nicht. „Lebenswut“ ist Dein Thema! Was soll das überhaupt für ein Wort sein? Wenn, dann habe ich Zorn. Und wenn ich ihn spüre – feiere ich ihn.

Ich möchte mich noch einmal bei Dir bedanken. Ich habe gefühlt, was für mich in einer Beziehung jeglicher Form wichtig ist: gemeinsames Lachen, Wohlwollen, Vertrauen, Wertschätzung, Leichtigkeit, Nähe und aushaltbare Distanz, Verbindlichkeit. Darauf kann, will und werde ich nicht verzichten! Und das sind die Kriterien, nach denen ich mir meine Freunde aussuche. Ich habe kein Interesse daran, eine Beziehung mit Dir – gleich welcher Form – fortzuführen. Sehr spannend, dass Du davon ausgehst, dass ich eine Beziehung zu Dir will, Du jedoch nicht. Schon wieder anmaßend und Du hast keine Ahnung davon, wer ich bin oder was ich will.

Ich suche einen Freund, mit dem ich gemeinsam lachen und völlig albern sein kann. Ich suche einen Partner auf Augenhöhe, der mich wertschätzt und respektiert. Das bist Du nicht.

All das hätte ich Dir gerne persönlich gesagt und wir wären unserer Wege gegangen; so bleibt leider ein fader Nachgeschmack, da Du zu feige und/oder zu arrogant bist, Dich auf eine andere Person einzulassen. Du kreist nur um Dich. Immer.

Daher auch meine Frage nach anderen Frauen: Das wäre eine sinnvolle Erklärung dafür gewesen, warum Du mir die gleichen Geschichten mehrmals erzählt hast. So ist es Dir wahrscheinlich egal, wer Dir zuhört, Hauptsache, Du hast Publikum.

Schade finde ich, dass die gemeinsamen schönen Zeiten jetzt einen faden Beigeschmack bekommen; und in ihrer Anzahl und Wertigkeit immer weniger werden. Aber so ist das wohl.

Nach unserem letzten Treffen bin ich, trotz angeschlagener Zehen, nach Hause gelaufen und habe ein bisschen geweint. Daheim habe ich mit Freunden gechattet, einen Glühwein getrunken und bin ins Bett gegangen. Am nächsten Morgen musste ich um kurz nach 5 Uhr aufstehen – und war ganz bei mir. Ich war in meinem Körper, war leicht und frei. Da musste ich mir wirklich in Erinnerung rufen, dass ich ja am Abend vorher mit meinem Freund Schluss gemacht habe und es mir eigentlich schlecht gehen sollte. Dem war aber nicht so. Im Gegenteil! Dafür danke ich Dir auch! Meine depressive Phase ist beendet. Ich bin wieder bei mir und ich weiß, was und wer mir guttut. Beziehungsweise was ich tun kann, wenn es nicht der Fall ist. Ich habe mir überlegt, was meine Therapeutin gesagt hätte, wenn ich zu ihr gegangen wäre, nämlich genau das: „Sie wissen doch genau, was Ihnen gut tut und was Sie dafür tun müssen.“

Und dazu gehört, sich von Leuten zu verabschieden, die mir nicht guttun. Das tue ich hiermit.

Ich wünsche Dir, dass Du Dich in Deinem Sinne entwickelst. Dafür alles Gute!
B.

P.S.: Abgesehen davon bist Du auch nicht so schlau wie Du glaubst: Ein gutes Olivenöl brennt in der Kehle und kann sogar bitter schmecken. Also nicht, wie Du behauptest, dass es eben nicht brennen darf. Diese Information habe ich von einem Olivenbauern; und der muss es schließlich wissen.