Beiträge mit dem Tag ·

Arbeit

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Die Sache mit der Wertschätzung

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Seit Anfang November arbeite ich jetzt in der neuen Filiale. Eigentlich wollte ich nicht wechseln, aber in der alten Filiale war der Umsatz zu gering, zu viele Mitarbeiter, zu viele Stunden und in meiner jetzigen Filiale haben sie jemanden für 30 Stunden gesucht. Zwei Mitarbeiter standen zur Auswahl: eine neue Mitarbeiterin, die in manchen Bereichen noch eingelernt werden muss und eben ich. Da ich in dieser Filiale schon ein paar Mal ausgeholfen habe und sowohl die Chefin als auch die Stellvertreterin wie auch ein paar vom Team kannte – und sie mich (!) wollten – bin ich eben versetzt worden. Nein, wirkliche Mitsprache hatte ich an dieser Stelle nicht. Als meine damalige Chefin mit eröffnet hat, dass ich wechseln muss, habe ich es im Gespräch vom Kopf her gut verstanden; nachts hat es mir den Boden weggezogen und ich hab wieder heulend im Bett gelegen… “Sie wollen mich nicht. Ich bin nicht gut genug.” Etc. pp. All diese alten Gefühle, die hochkamen und denen ich in diesem Augenblick völlig hilflos ausgeliefert war. Natürlich habe ich versucht, mit dem Verstand dagegen anzugehen und mir die positiven Sachen aufgezählt: sauberes Lager; früherer Arbeitsbeginn; Tageslicht bei der Arbeit; kleines Team.

Nach einer durchheulten Nacht war´s gut. Sicherheitshalber habe ich am nächsten Morgen einen Termin bei meiner Therapeutin ausgemacht – und auch schnell bekommen – aber bis dahin hatte ich es schon gut selbst weggesteckt.

Und im Nachhinein muss ich sagen, dass sich die Filiale von Juli bis November irgendwie immer wie ein Provisorium angefühlt hat. So war´s ja auch! Und in meiner jetzigen Filiale fühle ich mich richtig wohl! Sowohl mit dem Team als auch mit den Chefinnen und den Kunden. Und was mir besonders gut gefällt, ist die Wertschätzung, die mir entgegengebracht wird. Wie wichtig das ist! Und in wievielen Jobs das eben NICHT gegeben ist. Das kenne ich durchaus aus eigener Erfahrung…

Anscheinend hab ich grad einen Lauf.

Heiligabend habe ich mit meiner Mama gefeiert und sie bei mir zum Essen eingeladen. Sie hat das erste Mal Raclette gegessen – und es hat ihr geschmeckt! Es war rundherum ein gelungener Tag, auch wenn sie mit einer guten Stunde Verspätung bei mir vor der Tür gestanden hat. Wir haben erst einmal Kaffee getrunken und an meinem Tisch gesessen und geplaudert. Das war total entspannt und entspannend. Ich war vorher schon ganz schön nervös. Warum eigentlich? Hm.

Später hab ich meine Mutter vor dem Fernseher geparkt, ihr die Nägel lackiert und mich ums Essen gekümmert; war ja auch überschaubar. Und sehr lecker! Nach dem Essen gab´s Bescherung: ich hatte ganz viele Päckchen für meine Mama und habe mit allem richtig gelegen. Sie hat über´s ganze Gesicht gestrahlt. Und ich hab mich über sie und an ihr gefreut! Natürlich gab es auch ein paar wehmütige Momente, z.B. als sie gemeint hat, dass Raclette meinem Vater auch geschmeckt hätte. Er mochte am liebsten Kartoffeln und wurde früher von mir zu Weihnachten mit Fondue gequält. Oder dem Kartoffel- und dem Rindfleischsalat meiner Mutter, die legendär sind! Da fehlte ihm ein großes Stück Fleisch. Das hatte ich jetzt nicht, aber rohen Schinken, Garnelen, Zwiebeln etc. Muskat nicht zu vergessen!

Am ersten Feiertag habe ich nichts gemacht; bin nur mal zwei Stunden spazieren gewesen.

Am zweiten Feiertag war ich bei einer Freundin zum Ente essen eingeladen. Da muss man mich nicht zweimal fragen! Sehr lecker! Und wir haben gleich Silvester geplant. Also, was wir essen wollen… Da freu ich mich auch drauf!

Dieses Jahr habe ich irgendwie nicht wirklich mitbekommen. Ich hatte ab Mitte des Jahres schon mehr Energie als am Anfang (ach!), aber einen neuen Job anzufangen resp. in einer neuen Filiale mit neuen Kollegen, neuen Abläufen, neuen Kunden usw. ist schon ziemlich anstrengend. Aber seit ich im Juli gewechselt habe und in der Woche fünf Stunden mehr arbeite, hatte ich mehr Zeit und Energie für andere Sachen. Das fiel mir aber erst auf, nachdem es vorbei war… Die letzten Monate in meiner ersten Filiale habe ich wirklich nur noch gearbeitet. Und mich ausgeruht. Weil der Stress dort mich völlig lahmgelegt hat. Und ich immer noch der Meinung bin, dass ich von der Vorgesetzten gemobbt wurde. Aber das lasse ich jetzt auf sich beruhen. Ich habe alles versucht, um mit der damaligen Situation zurechtzukommen und letzten Endes die Konsequenz gezogen: und bin gegangen.

Daher weiß ich jetzt umso mehr zu schätzen, wie wichtig ein wertschätzendes Miteinander für mich ist.

Und nachdem meine Basis wieder gefestigt ist  – wird sich auch alles andere finden…

Perfekter Kundenservice!

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Vor wenigen Wochen habe ich eine neue Wimperntusche getestet. Ich hatte schon von einer Kollegin gehört, dass sie sie nicht vertragen hat und wollte es selbst ausprobiert. Was soll ich sagen? Nach einer guten Stunde habe ich mich wieder abgeschminkt, weil mir meine Wimpern heiß und schwer vorkamen und die Augen gebrannt haben. Eigentlich bin ich nicht allergisch und an den Augen auch eher unempfindlich, aber hier habe ich eindeutig reagiert.

Also habe ich über das Kontaktformular der Website der entsprechenden Kosmetikfirma geschrieben und meine Erfahrungen geschildert. Zwei Tage später hatte ich eine Mail in meinem Posteingang, in der sie sich für meine Unannehmlichkeiten entschuldigt haben und gerne noch einmal mit mir persönlich sprechen wollten, wenn ich ihnen meine Telephonnummer sowie die beste Erreichbarkeit mitteilen würde. Das habe ich getan.

Kurze Zeit später hat mich eine nette Dame vom Kundenservice angerufen und sich meine Erfahrungen mit dieser Mascara in allen Einzelheiten angehört und notiert. Es war ein sehr angenehmes Gespräch und ich hatte das Gefühl, als Kundin ernstgenommen zu werden. Am Ende des Gesprächs hat sie mir, quasi als “kleine Wiedergutmachung”, meine Lieblingsmascara versprochen sowie ein Haarshampoo.

Ein paar Tage später hatte ich einen Brief von ihr im Briefkasten, in dem sie sich für das nette Telephongespräch bedankt hat und dass ich mir die Zeit genommen habe, ihnen die Gelegenheit zu geben meine Situation nachzuvollziehen. Mit separater Post würde mir ein Produktgeschenk zugestellt, das dann in meiner Abwesenheit beim Nachbarn abgegeben wurde. Wie versprochen: Mascara und Haarshampoo. Und ich war ein glücklicher Kunde! Das war Kundenservice in Perfektion!

Und das ist deshalb erwähnenswert, weil es leider die Ausnahme ist.

Mindestens anderthalb Stunden

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Aktuell habe ich ein Vier-Wochen-Abo der F.A.Z. Wenn ich die Wahl habe, lese ich Zeitung lieber auf Papier als am Rechner; dann brauche ich allerdings mind. anderthalb Stunden. Oder eineinhalb. Oder eben mindestens 1,5 Stunden. Eine nette Erklärung zu der Wortform von eins Komma fünf findet sich bei Dr. Bopp. Es dauert. So oder so.

Wenn ich mir dann aber die Zeit nehme, wirklich alles durchzublättern und zu lesen was mich interessiert, finde ich immer etwas.

So wurde unter “Beruf und Chance” vom letzten Wochenende über “Freizeit als Statussymbol” geschrieben. Von meinem Geburtsjahrgang her gehöre ich ganz klar zur Generation X oder auch Generation Golf (geboren zwischen 1966 und 1980); ich kann mich aber eher mit den Einstellungen der Generation Y identifizieren: nicht nur Arbeit und Karriere zählen, sondern es gibt auch ein LEBEN daneben. Nein, nicht stattdessen und nicht danach. Es geht mir nicht darum, NICHT zu arbeiten, sondern ich möchte (mind.) eine sinnvolle Tätigkeit ausüben UND Zeit für mich und meine Freunde (und auch Familie) haben! Ich will die Herrin meiner Zeit sein.

Das hatte ich mir vorgenommen. Das habe ich erreicht. Wichtig für mich ist, mit der Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt zu sein. Da macht es auch nichts, dass mein Lebenslauf alles andere als – sagen wir – gradlinig ist. Ich bin dabei, mein Leben als Mosaik aus vielen kleinen Steinchen zu gestalten und nicht nur mit Erwerbsarbeit zu füllen.

Und ich bin gespannt, welche Bezeichnung nach Generation Y kommt. Wahrscheinlich Generation Z. Und dann? Zurück auf Anfang? Generation A? Wahrscheinlich steht “A” dann nicht mehr für Apple…

Einstellungssache

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Zur Eröffnung des neuen Drogeriemarktes in Giesing war gefühlt ganz München im Laden. Ich habe mich mit einigen Kunden unterhalten, die ob der Menschenmenge völlig gestresst waren. Hm, finde den Fehler… Für mich war es nicht besonders anstrengend und ich habe alle Kunden mit einem strahlenden Lächeln begrüßt. Ich war tiefenentspannt. Das ist auch einer älteren Dame aufgefallen, die meinte, dass es Einstellungssache ist, ob man sich stressen läßt oder eben nicht. So sieht es aus! Mir hat es total Laune gemacht, das Gewusel um mich herum zu beobachten und dem einen und der anderen ein gutes Gefühl zu geben. Diese Arbeit macht mir Spaß.

Ende letzten Jahres habe ich mit meinen zwei Mädels ausgemacht, dass wir meinen Geburtstag zusammen feiern. Sie sind meine ältesten Freundinnen, die eine seit der Grundschule, und die letzten Jahre ist es durch berufliche und familiäre Verpflichtungen selten dazu gekommen, dass wir uns jedes Jahr mindestens ein Mal sehen und zusammen in Urlaub fahren. Jetzt aber! Bei jedem Vorstellungsgespräch, das ich in den letzten Monaten geführt habe, habe ich gesagt, dass ich Ende Mai für ein paar Tage weg bin. Das war nirgendwo ein Problem. Tja, im Drogeriemarkt hatte ich es auch bekannt gegeben, allerdings ist es im Zuge der Filialeröffnung und des Umzuges untergegangen.

Normalerweise bekommt man seine Arbeitszeiten rechtzeitig, so dass man die nächsten Wochen planen kann. Das ist aus o.g. Gründen aktuell nicht der Fall. Als ich meine Zeiten bekommen habe, soll ich meinen geplanten Urlaub durcharbeiten! Also bin ich zum nächstmöglichen Termin zu meiner Vorgesetzten und habe gesagt, dass ich nicht da bin. Und auch wenn es ihr nicht Recht war, dass sie umplanen muss, so hat sie mir dennoch frei gegeben. Was in der Probezeit nicht unbedingt die Regel ist. Sie meinte: “Ich brauche sie hier” und war ziemlich ärgerlich, dass sie den Dienstplan umschreiben muss. Aber: sie hat mir frei gegeben und ich hatte den Eindruck, dass meine Arbeit dort für sie wichtig ist, damit alles funktioniert. Das ist ein schönes Gefühl.

Was für eine Begrüßung!

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Was für ein positiver Einstieg! Das Anschreiben zu meinem neuen Arbeitsvertrag beginnt mit “Sie haben uns überzeugt: Wir freuen uns, Ihnen einen Arbeitsplatz … anbieten zu können.” Da freu ich mich!

Nein, die Blumen gab es nicht auch noch dazu; die sind von meiner Mama.

Tag 1 beim neuen Arbeitgeber

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Heute war mein erster offizieller Arbeitstag beim Drogeriemarkt. Ich werde in einer anderen Filiale eingearbeitet, weil “meine” alte Filiale geschlossen und die neue, größere am 16. Mai eröffnet wird; direkt neben meinem alten Arbeitgeber, dem Bäcker. Auch in der Leihfiliale ist es ein junges, sehr entspanntes und freundliches Team. Am Anfang wurde mir ausführlich die Arbeit allgemein und die Vorgehensweise, z.B. mit den Kassen, erklärt. Mit meinen Zwischenfragen bin ich immer mitten rein gegrätscht und habe alle kompetent und zuvorkommend beantwortet bekommen. Danach hatte ich genügend Zeit, alle Belehrungen zu lesen und zu unterschreiben. Anschließend habe ich noch ein paar Päckchen ausgepackt und bin in die Kassiertätigkeit eingewiesen worden.

Das wollte ich auch immer mal machen! Die Einkäufe über den Scanner ziehen. Aus diesem Grund habe ich mich vor ein paar Monaten bei der GfK angemeldet, denen ich all meine Einkäufe einscanne und die Daten anschließend über ihre App schicke. Da bin ich dann im Durchschnitt. Irgendwie.

Die Scannerei hier ist allerdings etwas anders; und die Kunden waren sehr geduldig mit mir, wenn ich das Produkt nicht gleich richtig aufgelegt hatte. Ja, es macht mir Spaß, ich kann die Leute anstrahlen, mit ihnen quatschen und die Zeit geht auch schnell um.

Voll Freude, dass ich heute Geld verdient habe, bin ich nach Hause gefahren. Und dann hat noch ein Marktforschungsinstitut angerufen, für das ich auch schon öfter an Produkttests teilgenommen habe und hat mir einen Interviewtermin für SA Mittag bestätigt. Und dann hat noch der Leiter eines anderen Marktforschungsinstituts angerufen, bei dem ich mich unverbindlich und zwischen Tür und Angel beworben habe, ob ich nicht nächsten MI Zeit hätte für eine Befragung, also, diese durchzuführen? Na, klar! Auch das wollte ich schon immer mal machen.

Und weil´s so schön war, gibt es heute das erste Mal Spargel! Mit Kartoffeln, Butter und gekochtem Schinken. Das nächste Mal dann mit Rührei. Oder mit Parmesan. Oder gebraten mit Frühlingszwiebeln und Tomaten. Oder mit Sauce Hollandaise. Gut, dass die Spargelsaison gerade erst angefangen hat! Hach, ich freu mich jetzt schon auf´s Schälen!

Dicker Hals

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Letzte Woche war ich zwei Mal dabei, als die Bäckerei geschlossen wurde; schließlich soll ich sie auch irgendwann zumachen. Und dabei gibt es einiges zu beachten: Maschinen putzen, Retoure einpacken, Ofen einstellen, für den nächsten Tag alles vorbereiten etc.

Den ersten Abend habe ich meiner Chefin über die Schulter geguckt und dort geholfen, wo es mir möglich war. Wir waren pünktlich fertig und sie meinte, dass ich es sehr gut gemacht hätte.

Den zweiten Abend habe ich mit der Stellvertreterin den Laden zugemacht und nach ihrer Ansicht alles – oder viel – falsch gemacht. Ich weiß ja, dass sie mit mir Schwierigkeiten hat und immer wieder neu ihre Grenzen absteckt. Anstrengend! Es gibt Menschen, die sind keine Führungskräfte; sie gehört definitiv dazu! Ich finde es sehr schade, wenn Vorgesetzte ihre Mitarbeiter klein halten und ihnen nichts zutrauen. In diesem Klima gedeiht natürlich auch kein Spaß an und bei der Arbeit und auch keine Motivation oder auch ein Mitdenken. Ich für mich habe mir in dieser Situation von außen zugeschaut und festgestellt, dass es egal ist, ob ich rechts oder links rum drehe. Ich mache es falsch; ihrer Ansicht nach. Schon am Abend habe ich Halsschmerzen bekommen; eine natürliche Reaktion meines Körper auf den dicken Hals.

Und prompt hatte ich einen grippalen Infekt. Ab dem ersten Krankheitstag benötige ich eine Krankmeldung, so dass ich MO gleich beim Arzt war, obwohl ich erst DI arbeiten musste. Er hat mich bis MI krank geschrieben. Und diese Krankmeldung habe ich auch nicht persönlich in der Filiale vorbeigebracht – auch wenn meine Chefin es gerne gesehen hätte. Ich habe schon einmal mit einer solchen Erkältung in einem Büro gearbeitet – und alle angesteckt. Es hat mehr als zwei Wochen gedauert, bis alle wieder gesund waren. Das wollte ich hier in jedem Fall vermeiden!

MI bin ich wieder zu meinem Arzt – ich hatte keine Stimme mehr! Und er hat mich bis FR dieser Woche krank geschrieben. Diese Krankmeldung habe ich vorbeigebracht, weil es offensichtlich – oder offenhörlich – war, dass ich nicht arbeiten kann. Tja, ich hatte leider den Eindruck, dass meine Vorgesetzten der Ansicht waren, dass ich krank feiern würde.

Was, bitte, ist das denn für eine Einstellung? Wenn ich davon ausgehe, dass meine Mitarbeiter faul und unfähig sind, halte ich sie natürlich klein und sie sind und bleiben faul und unfähig. Ich für meinen Teil bin schon von einem Chef gemobbt und auch schon sexuell belästigt worden. Vielleicht bin ich an dieser Stelle ein wenig empfindlich, aber mir zu unterstellen, dass ich nicht arbeiten will, finde ich – traurig.

Nach einer Woche zuhause und dem Sprechverbot vom Arzt habe ich mir den Frühling in die Wohnung geholt und mir ein paar Tulpen gekauft.

Nikolausi? Osterhasi!

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An Nikolaus hab ich auch wieder Brötchen verkauft; mit einer rot-weißen Weihnachtsmannmütze auf. Oder Weihnachtsfraumütze? Egal. Die Kunden hat´s gefreut.

Am Nachmittag kam eine ältere Frau mit ihrem Enkel und sie haben auf den Nikolaus gewartet. Der soll durch´s Viertel laufen, haben sie gesagt. Die Wartezeit wurde, wie für einen bayerischen Buben üblich, mit einer Brezn überbrückt. Nach einer ganzen Weile sind sie wieder auf die Suche gegangen. Und tatsächlich: als es schon dunkel war, kam der Nikolaus auch bei uns vorbei. In voller Montur und mit einem Rauschgoldengel. Und sie haben Geschenke verteilt; auch ohne Gedicht und ohne ein kleines Kind zu sein. Das war eine nette Idee! Und sein Kostüm war sensationell! Vom Rauschgoldengel sowieso.

Ich kam mir ja eher vor wie Osterhasi (nein, ich werde keine Hasenohren aufsetzen und keinen Puschel ankleben), aber “Geschenke” habe ich gefunden. Und das ist wohl eher Osterbrauch. Am frühen Abend hat uns eine Kundin mit kleinem Kind um die Zeche geprellt: als ich sie abkassieren wollte, war sie schon verschwunden. Tja, blöderweise hat ihr Kind bei uns einen Handschuh vergessen… Ob das die Zechprellerei wert war? Ich denke nicht.

Geklärt!

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Gestern mittag hatte ich “das” Gespräch mit meiner Kollegin und unserer Vorgesetzten. Wir haben es – zu aller Zufriedenheit – geklärt und als Zeichen, wenn meine Kollegin sich im Ton vergreift, eine “gelbe Karte” ausgemacht. Im wahrsten Sinne.

Den Rest des Tages haben wir zusammengearbeitet; ohne Zickereien, ohne Stress, fast völlig entspannt. Nur kurz vor Ende meinte sie, dass es ja nicht toll wäre, von der Chefin zusammengefaltet zu werden. Ich habe nichts dazu gesagt, denn das ist definitiv ihr Thema, nicht meins.

Ich für mich war stolz, für mich eingetreten zu sein und damit meine Arbeitsbedingungen angenehmer zu gestalten. Sicher, DIE Arbeitswelt an sich kann und werde ich nicht ändern. Aber in meiner kleinen Welt kann ich für mich sorgen und darauf achten, dass mich “die” Arbeit nicht auffrisst und ich persönlich, emotional, intellektuell nicht auf der Strecke bleibe. Und genau das werde ich tun!

Dr. Jekyll und Ms. Hyde

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Einer der Gründe, warum ich mich selbständig gemacht habe, war, dass ich mir die Personen, mit denen ich direkt zusammenarbeite, aussuchen kann. Das ist bei meiner Teilzeitstelle nicht der Fall.

Und prompt arbeite ich mit jemandem zusammen, dem man es nicht Recht machen kann. Egal, wie ich mich verhalte, es ist nach ihrer Definition falsch. Dabei vergreift sie sich leider öfter im Ton und unterstellt mir, ich würde auch “ganz schön austeilen”. Im nächsten Augenblick ist sie wieder zuckersüß; besonders “ihren” Kunden gegenüber.

Ich verkaufe gerne. Und ich kann verkaufen. Darüber hinaus bin ich in der Lage zu erkennen, was meine direkten Kunden an Sprüchen und Ansprache brauchen und ich vergreife mich i.d.R. nicht im Ton. Wenn ich allerdings bei allem was ich tue und sage korrigiert werde, sind das Arbeitsbedingungen, mit denen ich nicht gut leben kann. Es ist für mich anstrengend. Zu anstrengend.

In den nächsten Tagen habe ich hoffentlich ein Gespräch mit meinen Vorgesetzten. Außerdem würde ich gerne die Anzahl meiner Stunden resp. Tage verringern. Momentan habe ich keine Energie und keinen Kopf für meine eigentliche Arbeit und das, was mir ebenso Spaß macht, nämlich Webseiten zu erstellen. Mein Ziel war, mit einer Teilzeitstelle unter Leuten zu sein; wenn es mich aber zuviel Kraft kostet und von meiner eigentlichen Tätigkeit – und dem Geld verdienen (!) – abhält, bin ich schneller weg, als sie “referentielle Integrität” sagen können.

Das ist ein schönes Wort: “referentielle Integrität”. Finde ich.

Früher Vogel und der Wurm

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Seit knapp vier Wochen arbeite ich beim Bäcker; heute hatte ich eine Schulungsveranstaltung in der Produktionsstätte. Und weil es ein Bäcker ist, war Schulungsbeginn um 6 Uhr. Aufgestanden bin ich vor 4 Uhr. Nein, das sind nicht meine bevorzugten Zeiten!

Spannend fand ich zu sehen, wieviel Arbeit tatsächlich noch in Handarbeit erfolgt. Leider habe ich bei der eigentlichen, inhabergeführten Führung akustisch nicht alles verstanden; die Maschinen sind einfach zu laut. Stattdessen habe ich den Bäckern auf die Finger und über die Schulter geschaut. Das Winden einer Brezn sieht faszinierend und eigentlich ganz einfach aus. Eigentlich.

Mit Haarnetz und Kittel sind wir neuen Mitarbeiter durch die Produktionsstätte geführt worden. Bei der anschließenden Begrüßung inkl. Frühstück konnte ich dann gegenüber dem Verkaufs- und Bezirksleiter all das loswerden, was mir aufgefallen ist. Ich hatte in meiner Filiale schon gefragt, wenn ich ansprechen muss und wurde eben an diese beiden Herren verwiesen. Ja, die Erfassung der Arbeitszeiten ist durchaus ausbaufähig…

Ich mache meinen Mund auf! Schön, wenn sich dadurch etwas ändert. Und wenn nicht, habe ich wenigstens mein Bestes für mich und die Kollegen gegeben. Es mag unbequem sein, es mag dauern, aber auf manche Auswüchse der industriellen Produktion reagiere ich: allergisch und emotional. Zumal die Arbeitszeiten bei den Verkäufern z.B. eh elektronisch erfaßt werden. Wenn mein Dienst von 8 bis 14 Uhr geht und ich mich in Arbeitskleidung um 7:50 an unserer Kasse anmelde, habe ich 10 Minuten verschenkt, da ich sie nicht bezahlt bekomme. Das gleiche, wenn ich mich nach 14 Uhr abmelde. Wenn ich mich dagegen um 8:06 anmelde, werden mir 6 Minuten von meiner Zeit – und damit meinem Stundenlohn – abgezogen.

Das können sie gerne tun, aber dann will ich auch ab dem Zeitpunkt bezahlt werden, an dem ich “steche”. Und wenn eine halbe Stunde Pause automatisch ab sechs Stunden Arbeitszeit abgezogen wird, obwohl ich keine Pause gemacht habe resp. machen konnte, möchte ich sie bezahlt bekommen. Dafür werde ich mir jedes Mal eine Zeitkorrektur schreiben lassen. Das mag sich kleinlich anhören, aber auch hier macht es die Masse; schließlich haben sie mehr als 400 Mitarbeiter…

Der Bezirksleiter hat mir zugestimmt, dass es bei der Zeiterfassung durchaus noch Verbesserungspotential gibt.

Das ist ein Punkt, an dem man durchaus etwas für die Zufriedenheit der Mitarbeiter tun und im wahrsten Sinne wertschätzende Anerkennung geben kann. Dann bleibt die verwendete Floskel “Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Kapital” nicht nur eine Floskel.

Wissendes Aufräumen

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Vor ein paar Tagen habe ich meinen Keller ausgeräumt. Seitdem liegen in meiner Wohnung noch ein paar Bücher und ein paar Ordner zum Entsorgen herum.

Es fällt mir auf der einen Seite schwer, mich von einigen Unterlagen – gerade aus dem Studium – zu trennen, auf der anderen Seite brauche ich sie bestimmt nie wieder. Und ich habe eine Riesenkiste mit Unterlagen zu meiner SAP BW 3.5-Schulung. Anfang dieser Woche war mein ehemaliger Trainer in München und wir haben uns abends getroffen. Ich habe ihn gefragt, ob ich mit diesen Unterlagen noch jemals etwas anfangen kann… Er meinte nur, dass SAP jetzt auf dem Stand von BI 7.3 ist und mindestens 50% der Informationen überholt sind; wenn nicht noch mehr. Ich könne sie mit gutem Gewissen entsorgen.

Das habe ich eben getan: zwei Mal bin ich mit einer SAP-Tüte voll Altpapier zum Container gelaufen. Dafür sind die SAP-Schulungstüten echt perfekt! Auch wenn meine an den Tragegriffen langsam ausfranst; naja, sie ist ja auch schon ein bisschen älter. Eine halbe blaue Tonne ist jetzt voll mit Daten und Büchern. An dieser Stelle will ich noch nicht einmal von Informationen reden, denn sie sind ohne einen Kontext von Relevanzen.

Ach, da sind sie wieder, ein paar Bruchstücke meines Wissens. Beim Bäcker bin ich auch schon über implizites Wissen gestolpert: Michael Polanyi hat implizites Wissen beschrieben und eines seiner Beispiele waren Bäcker. Früher haben sie den Teig noch selbst zusammengemischt und geknetet, heute drücken sie nur noch auf einen Knopf und die vorgefertigten Teigwaren werden mit dem ausgewählten Programm fertiggestellt.

Nach der zweiten Definition bin auch ich Bäcker, denn just heute habe ich meine ersten Brezn und Semmeln selbst gebacken! Heißt: ich habe die tiefgekühlten Convenience-Produkte mit dem richtigen Programm im Ofen fertig backen lassen. Natürlich mit der entsprechenden Vorbehandlung und Aufmerksamkeit.

Meine dritte Website ist online!

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… jedenfalls von meiner Seite. Ich verstehe zwar immer noch nicht, warum einmal die Übertragung der Daten in die Datenbank funktioniert und ein anderes Mal nicht. Aber egal, ich schaufle solange, bis es passt!

So schnell kann´s gehen…

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Vor kurzem habe ich mir überlegt, dass es für mich gut wäre, wenn ich in Teilzeit wieder fest angestellt arbeiten würde. Es sollte aber nicht im Büro sein; ich will viel mit Menschen zu tun haben, am besten immer mit anderen; die Arbeitszeiten sollen nach Möglichkeit nicht gar so früh oder bis spät in die Nacht sein; ich möchte hingehen, arbeiten und wenn ich heimgehe, hab ich Feierabend; die Arbeit an sich soll nicht immer gar so gleich sein; nur ein paar Stunden möchte ich am Stück arbeiten; die Wegezeiten sollen kurz sein; ob ich am Wochenende oder unter der Woche arbeite ist mir gleich; wenn ich verkaufe, sollen es keine erklärungsbedürftigen Produkte sein und – es soll mir Spaß machen!

Eine ganz schön lange Wunschliste!

Bei einer Bäckerei-Filiale habe ich an der Scheibe angeschrieben gesehen, dass sie Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit sowie 400 €-Kräfte suchen. Also wollte ich am DI dieser Woche in eben dieser Filiale vorbeigehen und mich bei ihnen melden. In der Humboldtstraße ist eine andere Filiale, bei der der gleiche Text stand; das stand ein paar Tage vorher noch nicht da. Also bin ich rein, habe mich an der Theke gemeldet und sollte ein paar Minuten warten: die Chefin wäre gerade noch in einem Gespräch.

Schluck.

Dann hatte ich ein Vorstellungsgespräch, das sehr angenehm und freundlich war, habe am DO dieser Woche einen Probearbeitstag absolviert, bin jetzt dabei meine Bewerbung zu schreiben – und ab 15. Oktober werde ich in Teilzeit arbeiten.

So kann´s gehen.

Neue Ansicht, neues Handy

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Ich gebe ja zu: von der Ansicht ist meine Website so wie sie vorher war; mit anderen Farben. ABER: im Backend sieht sie anders aus, z.B. habe ich die Links nicht über das Modul sondern als reinen Link formatiert. Jetzt hüpft nix mehr. Das war mein Ziel. Erreicht!

Bei Alfahosting habe ich alles platt gemacht; ohne Backup. Und alles neu aufgesetzt. Und wie schön, dass ich gleich alles online angezeigt bekomme, ohne stundenlang die Daten auf den Server hochschaufeln zu müssen. Das war auch schon anders.

Es macht mir wirklich viel Spaß eine Seite aufzusetzen, die Farben zu bestimmen, Layout und Formatierung festzulegen. Und es dann immer wieder zu ändern.

Gestern habe ich mir bei Aldi das neue LG E-610 mit Android 4.0 gekauft. Das scheint groß genug, dass ich dann auch vom Smartphone aus arbeiten kann; auch wenn ich meinen Laptop ganz klar bevorzuge. Eine neue Technikspielerei!