Beiträge mit dem Tag ·

Freundschaft

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In den Socken meiner Mutter

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Vor zwei Wochen hatte ich Besuch von einer Bekannten und jetzt habe ich ihr eine Mail geschrieben – denn seit zwei Wochen habe ich Halsschmerzen und Husten…

Hallo S.,

meine Jacke und die Socken sind wohlbehalten wieder bei mir angekommen. Danke für Dein Kärtchen und den Riegel. Aber so, wie es keine zweite Chance für einen ersten Eindruck gibt, kam Deine Karte eine gute Woche zu spät. Als Du abgefahren bist, war kein noch so winziges „Dankeschön“ in meiner Wohnung oder im Briefkasten. Kein Blümchen, keine Schokolade, kein Briefchen, noch nicht mal eine Nachricht auf einem Block von mir. Ganz schön wenig, oder?

Und auch auf dem Kärtchen im Paket kein „Danke, dass ich bei Dir übernachten durfte.“ Du hast es als selbstverständlich erachtet, dass Du bei mir übernachten kannst und hälst es nicht für nötig, Dich dafür zu bedanken. Das empfinde ich als respektlos. Wir hätten Zeit auch gemeinsam teilen können, OHNE dass Du in meiner Wohnung schläfst, zudem ich keinen Urlaub hatte, sondern ganz normal gearbeitet habe. Bei mir trifft der Spruch „My home ist my castle“ durchaus zu und ich lasse wirklich nicht jeden in meine vier Wände.

Fünf Nächte hast Du bei mir verbracht und dazu hatte ich Dich nicht eingeladen, sondern Du hast mich eine Woche vorher gefragt, ob Du bei mir übernachten kannst, während Du bei W. div. Coachingtermine hast. Ich habe Dir zugesagt und mich sogar auf Dich gefreut!

Ich habe Dich also mitten in der Nacht am ZOB aufgesammelt und um die Zeit war nix mehr mit zusammen essen gehen. Also sind wir in meine Wohnung und ich habe Dir die Schlüssel dazu gegeben. Wir haben noch eine Weile zusammengesessen und gequatscht. Und auch da ist mir schon wieder und mal wieder aufgefallen, dass Du nur von Dir erzählst. Du stehst im Mittelpunkt Deines Universums. Was bis zu einem gewissen Teil okay ist, aber so eine narzisstische Person wie Dich habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Mit Dir gibt es überhaupt keine Möglichkeit, dass sich ein GESPRÄCH entwickelt, denn es ist die Aneinanderreihung von (sprunghaften) Monologen Deinerseits. Wenn ich dann etwas erzählt habe, hast Du nur darauf gelauert, dass Du Dich wieder einklinken und mich mit Deinem „Wissen“ zutexten kannst. Das ist unglaublich anstrengend und unbefriedigend. Nein, Du willst mir Deine Diagnose nicht nennen, denn Du bist mehr als eine Diagnose. Meiner Ansicht nach hast eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Aber das weißt Du.

Am letzten Abend vor Deiner Abfahrt bist Du noch zu mir ans Bett gekommen und hast gemeint, Du hättest den Eindruck, das etwas zwischen uns steht. Das stimmt, denn ich habe während Deiner Anwesenheit immer wieder innerlich die Augen verdreht, wenn Du um Dich gekreist bist. Das ist meine Art und Weise mit Deiner Art umzugehen. Da habe ich Dir gesagt, dass Du nur von Dir erzählst. Du meintest, interessant, Du hättest den Eindruck, ich würde nur von mir erzählen. So kanns gehen, aber wenn ich die reine Sprechzeit gemessen hätte, hättest Du 3/4 davon beansprucht. Ach, was sag ich? 7/8 trifft es eher. Teilweise war es auch gar nicht möglich, in Deinen Gesprächsfluss einzugreifen und da habe ich eben zugehört. Und beobachtet. Und im Gegensatz zu Dir höre ich zu und bemerke, wenn Deine Blicke und Deine Gedanken abschweifen, während ich etwas erzählt habe, das mich betrifft und beschäftigt.

Noch ein Beispiel dafür, dass Du nicht zuhörst oder auf andere eingehen kannst?!? Ich hatte Dir mehrmals gesagt, wo ich arbeite und MO Abend wolltest Du mich von der Arbeit abholen. Tatsächlich hast Du aber den Eingang nicht gefunden, weil Du an einer anderen Ecke vom Hauptbahnhof gestanden und – mal wieder – nicht zugehört hast. Ich hätte erwartet (okay, meine Erwartung, aber ich hätte es an Deiner Stelle so gemacht), dass Du zu Ladenöffnungszeiten vorbeikommst und Dir anschaust, wo und wie ich arbeite. Aber das setzt natürlich ein grundsätzliches Interesse an meiner Person voraus, was ich Dir hiermit abspreche. Du hattest ja noch so viel zu tun…

Schön für Dich, wenn das Coaching bei W. Dir hilft! Das macht er auch wirklich gut. Ich möchte mit ihm aber nichts mehr zu tun haben, da er nicht für mich und meine Mutter da war als mein Vater gestorben ist. Obwohl er es angeboten und versprochen hat, weil er ja weiß, wie sich ein solcher Verlust anfühlt. Aber nicht zur Beerdigung zu erscheinen, zu der er schriftlich und persönlich eingeladen war, weil er einfach die Zeit verpeilt hat, ist für mich ein klares Zeichen, dass ich ihm nicht wichtig bin. Und meiner Mutter dann noch nicht einmal ein Beileidskärtchen zu schicken ist der Gipfel der Ignoranz. In manchen Situationen zeigt sich, wer Dein Freund ist. Oder eben nicht. Und ich tue mich wirklich schwer damit, Freunde aus meinem Leben gehen zu lassen, aber manchmal geht es einfach nicht weiter. Aus diesem Grund habe ich auch nicht zurückgegrüßt als Du mir seine Grüße ausgerichtet hast. Nach meinem letzten Stand denkt er immer noch darüber nach, was ich ihm in meinen WhatsApp-Texten geschrieben habe… Die Neujahrsgrüße lasse ich mal außen vor. Ich habe keine weitere Rückmeldung von ihm bekommen und damit ist die Sache für mich erledigt.

Ich schicke Dir diesen Brief jetzt, denn ich habe seit gut zwei Wochen Halsschmerzen und der Husten ist auch sehr hartnäckig. Besonders interessant fand ich in diesem Zusammenhang Deine SMS, als Du schon wieder auf der Rückfahrt warst und ich Dir geschrieben habe, dass ich Halsweh habe und immer wieder niesen muss: „Was mir noch gerade einfällt: du hast was im Hals, das dich stört; wenn schluckbeschwerden: dir fällt schwer etw. Bestimmtes zu schlucken. Triefnase: du hast die Nase voll. Ist das hilfreich für dich?“ Auf die Idee, dass es mit Dir zusammenhängen könnte, bist Du nicht gekommen, oder? Du hast ÜBERHAUPT kein Gespür für andere Menschen, auch wenn Du behauptest, dass Du hochsensibel bist. Das mag ja sein – aber Deine Welt dreht sich nur um Dich. Und statt es zu nutzen, dass Du siehst und spürst wie es anderen geht und auf sie einzugehen, drehst Du Dich weiter um Dich auf der Suche nach Deiner Essenz. Was immer das sein soll.

Ach so, auf die Erklärungstexte bezüglich Halsschmerzen und Husten warte ich immer noch. Auch wenn o.g. Erklärung durchaus zutreffend ist. Doch das ist tatsächlich auch für mich nichts Neues.

Abgesehen von all dem bist Du für mich keine Freundin, sondern lediglich eine Bekannte, die ich bisher vier- oder fünfmal getroffen habe! Trotzdem habe ich Dich fünf Nächte in meiner Wohnung auf meiner Couch in meinem Schlafsack übernachten lassen. Und Dir alles zur Verfügung gestellt: den Inhalt meines Kühlschranks, Tee, Wärmflasche etc. pp. Meinen Löwenzahnhonig! Und zu guter Letzt habe ich Dir noch meine Lieblingsfleecejacke geliehen und selbstgestrickte Socken meiner Mama, weil Dir so kalt war. Und sie Dir sogar mit auf Deine Rückfahrt gegeben.

Ich finde es gut, dass Du W. auch noch von den Muffins vorbeigebracht hast und dass Du Deinem Bruder die Sachen ersetzen wolltest, die Du in seiner Wohnung aufgegessen hast. Da hatte ich mir gedacht, dass Du Dir für mich auch etwas überlegst. Doch nein. Als ich am DO zurück in meine Wohnung gekommen bin und Du schon auf der Rückfahrt warst, war fast nichts mehr davon zu sehen, dass ich Besuch hatte. Okay, die Muffins und die Tarte standen noch herum und Du hättest noch mehr davon mitgenommen, wenn Du es hättest tragen können.

Sicher, Du hast dann aus dem Bus eine SMS geschrieben: „… Ich hab die Zeit gern mit dir geteilt und ich fand das intensive kochen toll – ich liebe es zu essen!… Hab nen schönen Tag heute und morgen & dann ein supergeiles, megaentspanntes und überirdisch krafterfüllendes Wochenende! Drück dich nochmal u bis bald, vielleicht nächstes Mal mehr We dabei, LG, S.“ Und auch hier, als Du Dich für das gemeinsame Kochen bedankst, stehst Du im Mittelpunkt, denn DU liebst es zu essen!

In Deinem Kärtchen im Paket hast Du vorgeschlagen, dass wir uns treffen, wenn Du zum „richtigen“ Urlaub machen in der Stadt bist und nicht zum Coaching, denn das könnte besser passen. Das kann ja sein, aber es wird kein nächste Mal geben. Ich bin nicht bereit, mich von Dir ein weiteres Mal benutzen und ausnutzen zu lassen! Du hast mich benutzt, indem Du mich als Übernachtungsmöglichkeit missbraucht hast. Du hast mich ausgenutzt, weil noch nicht mal ein Dankeschön und eine Anerkennung meiner Gastfreundschaft von Dir kam. Was hatte ich davon, dass ich Dich hier bei mir habe übernachten lassen?? Du hast Dir noch nicht einmal Gedanken darüber gemacht, wie Du mir eine Freude machen kannst oder mir etwas aus Berlin mitgebracht. Okay, Du hast mich vegan bekocht; aber das wolltest Du auch. Das war jetzt nicht nur für mich und wir hätten so oder so gekocht. Ich finde, ein „Dankeschön“ wäre mehr als angemessen gewesen! Du bist nicht meine Freundin wie mein Besuch eine Woche vorher. Da hast Du mich gefragt, was denn der Unterschied zwischen diesen beiden Besuchen war… Jetzt weiß ich es: meine Freundin aus Konstanz kam zu mir, um eben mich zu sehen und mit mir Zeit zu verbringen. Wir haben Ausflüge gemacht und Freunde von mir getroffen. Wir haben viel zusammen gelacht und dieses Mal nicht geweint; wir haben Anteil am Leben und der jeweiligen Situation der anderen genommen. Und ihr habe ich sehr gerne meine Wohnung und meinen Löwenzahnhonig, den Du Dir einfach so genommen hast, zur Verfügung gestellt. Denn genau das macht Freundschaft aus: Für den anderen da sein und mit ihm Freud und Leid teilen. Das funktioniert natürlich nicht, wenn einer nur um sich kreist. Na gut, es funktioniert vielleicht schon, wenn der andere ein ausgeprägtes Helfersyndrom hat – was bei mir nicht der Fall ist. Dennoch können meine Freunde jederzeit und mit allem, was mir zur Verfügung steht, auf mich zählen. Immer! Und ich gebe Bekannten auch weiterhin einen Vertrauensvorschuß, auch wenn ich enttäuscht werde so wie bei Dir. Vielleicht verstehst Du ja besser Coachingsprache: Ich bin ent-täuscht, d.h. die Täuschung ist aufgefallen. Aber mit derselben Person passiert mir das nicht ein zweites Mal, denn das kann ich in meinem Leben nicht brauchen.

Ich wünsche Dir alles Gute
B.

Zeit der Trauer

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Ich finde es sehr spannend zu beobachten, wie mein direktes Umfeld auf den Tod meines Vaters reagiert. Und Menschen, die JETZT nur an sich denken, keinen Augenblick darüber nachdenken, wie es mir gerade gehen könnte und mich mit Belanglosigkeiten belästigen, werden ausgesiebt und ich werde mich nicht mehr bei ihnen melden. Punkt.

Wieviel wertvoller sind in dieser Situation Freunde, die EINFACH für mich da sind! Die zuhören, mit mir lachen und weinen, mit mir kochen und essen, einfach da sind. Denen ich nicht erklären muss, warum ich gerade traurig aussehe. Denen es gelingt, Lachen und Leichtigkeit zu bringen. Die eine Ahnung von meinem Schmerz haben, der für mich völlig unvorstellbar war.

Wieviel wertvoller sind mir Arbeitskolleginnen, die mir Umarmungen und Bilder per WhatsApp schicken. Die mir mitteilen, dass sie gerade an mich denken und mich vermissen. Die meinen Schmerz mitfühlen und mich mit ihrer Anteilnahme auffangen und trösten.

Es geht nicht darum, dass ich jetzt das Verhältnis zu meinem Vater auflöse; das braucht seine Zeit. Ein jegliches hat seine Zeit und jetzt ist die Zeit der Trauer. Es geht mir darum festzuhalten, dass ich nicht alleine bin. Und meine Mutter auch nicht. Und wenn IRGENDJEMAND nicht nachvollziehen kann, dass ich mich nicht ablenken, sondern für meine Mutter da sein möchte, hat er in meinem Leben nichts mehr zu suchen. Ich habe keine Geschwister, vor acht Wochen haben wir die Schwester meines Vaters beerdigt, meine Familie sind jetzt meine Mutter und ich. Und eben die Freunde, die sich jetzt – mal wieder oder auch das erste Mal, weil neu in meinem Leben, – als Freunde beweisen. Denen ich mich nicht erklären muss. Und für die ich dankbar bin.

Haidhausener Weihnachtsmarkt

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Heute mittag war ich auf dem Haidhausener Weihnachtsmarkt; ich wundere mich jedes Jahr (okay, dieses ist erst das zweite), dass es in der Au keinen Weihnachtsmarkt gibt. Also bin ich mittags ein Stück gelaufen. Und just bin ich von einem Mädel angesprochen worden, ob ich mit ihrem Handy ein Bild von den vier Mädels machen könnte. Logisch. Das hat mich durchaus an die legendären Urlaubsfahrten mit meinen Mädels erinnert… Zum Thema Weihnachtsmarkt: auf dem Weihnachtsmarkt in Dresden hat eine eröffnet, dass sie heiraten will. Das ist so und so schon lange eine lange Geschichte. Seufz. Schön waren diese Fahrten.

Auf dem Rückweg bin ich mit der Tram gefahren und danach den Giesinger Berg hinuntergelaufen. Und gehickelt. Ein Mann kam mir entgegen und als er auf meiner Höhe war, hat er mich angegrinst. Hm, das lag bestimmt an meiner grünen Puschelmütze… Fast so wie früher: gehickelt und gegroert. Hihi.

Erwartungen an eine Freundschaft

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Gestern habe ich mich mit einer guten Freundin über die Erwartungen an eine Freundschaft ausgetauscht. Sie sagt, sie hätte keine Erwartungen. Ich kann dazu nur sagen: Wow!

Ich habe sehr wohl Erwartungen und Erwartungserwartungen.

Z.B. erwarte ich von meinen Freunden,

  • dass sie für mich da sind, wenn ich sie gefragt habe. Wenn ich sie gefragt habe; und sie bejaht haben.
  • dass sie mir ihre Meinung sagen; auch – und gerade – wenn sie für mich unbequem ist.
  • dass sie alles, was ich erzähle, vertrauensvoll behandeln.
  • dass sie für mich Partei ergreifen, wenn und wo es nötig ist.

Das alles tue ich auch; und erwarte ich dementsprechend. Und auch hier wieder ist ein Zauberwort: Kommunikation.

Tatsächlich: noch ein schönes Wort

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Ceratostigma Plumbaginoides

Dieses Wort habe ich aus dem gestrigen Kommentar einer sehr guten Freundin. Und hier ein Bild dazu.

Von einer anderen guten Freundin habe ich Ende letzter Woche einen Brief bekommen, mit einem netten Kärtchen und zwei Kino-Freikarten. Da habe ich mich sehr gefreut! Danke! Und ich werde sie alleine einlösen, denn viele meiner Freunde hier sind gerade sehr mit sich beschäftigt oder unterwegs oder beides. Und ich habe nicht das Gefühl, dass ich ihnen gerade noch mehr geben muss resp. geben kann. Es reicht!

Tja, mit meiner direkten Vorgesetzten habe ich noch nicht gesprochen, weil sie letzte Woche krank war. Mal schaun, was morgen ist…

Hier und Jetzt

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Gestern Abend war ich bei einer ganz lieben Freundin zum Essen eingeladen, die längere Zeit unterwegs und nicht in ihrer Wohnung war. Bevor wir angefangen haben zu kochen, haben wir getanzt. Sie war völlig im Hier und Jetzt und hat mit jeder Faser eine Lebensfreude versprüht, die ansteckend ist.

Zum Essen gab es Steak mit Süßkartoffeln sowie glasierten Fenchel mit Ziegenkäse. Sensationell!

Heute morgen habe ich den gestrigen Abend noch einmal Revue passieren lassen und zu ihr fiel mir nur ein Wort ein: bezaubernd.

Als ich heute morgen aus der Haustür bin, habe ich ein Cent-Stück gefunden.

Emotionale Vampire

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Emotionale Vampire sind für mich Menschen, mit denen es mir nicht gut geht. Es sind Menschen, die mir meine Energie und meine Lebenskraft aussaugen. Die meine Freundlichkeit und meine Kontakte ausnutzen. Bei denen es immer nur um sie geht. Die immer jammern. Die nie zuhören, sondern meine Kommentare nutzen, um wieder über sich zu sprechen. Bei denen man immer draufzahlt: emotional, finanziell, psychisch. Die mich als Publikum und seelischen Mülleimer brauchen, gebrauchen und missbrauchen.

Dazu bin ich nicht mehr bereit.

Sicher, in einer Freundschaft ist Geben und Nehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt meist auch nicht ausgewogen. ABER: im Grunde stimmt es. Und ich fühle mich als Freundin wertvoll und wertgeschätzt, wenn ich meine Schulter, meine Zeit, mein Herz und Hirn, meine Hände anbieten kann und sie genutzt und gebraucht werden. Hierbei habe ich ein gutes Gefühl. DENN: es beruht auf Gegenseitigkeit.

Wenn ich jemanden als (für mich!) emotionalen Vampir definiert habe, werde ich mich nicht mehr melden. Ich werde keine weitere Zeit und Energie in für mich unerfreuliche, anstrengende Begegnungen und Gespräche stecken. Da verbringe ich meine Zeit lieber alleine. Und gestalte sie so, dass ich mich wohl fühle.

Punkt.

Bildergeschichte von Fahrrädern, Haaren und Hunden

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Am Sonntag saß ich mit einer guten Freundin an der Isar und sie hat das Bild von meinen “neuen” Haaren gemacht: Farb-Ergebnis. Und just diese Aktion hat ein Herr aufgenommen, den ich aktuell auf meiner Website (bzw. “Radler an der Isar” in der Galerie) anzeige. Ihn hatte ich schon vorher fotografiert. Er war mit Freunden und dem Fahrrad unterwegs; da sie aber nicht wirklich schnell gefahren sind und auch immer wieder Pause gemacht haben, waren wir an der Isar immer wieder gleich auf und sind ins Gespräch gekommen. Und er musste dann noch mich fotografieren wie ich fotografiere.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zum Abschluss noch den Hund, den ich fotografiert habe und der sich ziemlich lange bitten ließ, bis er seinem Ball in der Isar nachgejagt ist.

 

 

 

 

 

 

 

Farb-Ergebnis

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Meine Freundin sitzt schon wieder im Auto auf der Heimfahrt; ich habe noch einen sonnigen Tag an der Isar vor mir…

Eisbachsurfer und Haus der Kunst

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Eine Freundin ist gerade zu Besuch und ich habe ihr die Hotspots von München gezeigt und beim Taschen tragen geholfen. Im Biergarten am Chinesischen Turm im Englischen Garten sind zwei Frauen, offensichtlich Mutter und Tochter, zielstrebig auf uns zugekommen: “Entschuldigung, wo geht es denn hier zum Haus der Kunst?” Ich zeige in Richtung des Monopteros. “Diese Richtung, also hier geradeaus und dann rechts halten.” “Ja, finden wir das?”, denn eigentlich wollen sie zu den Eisbachsurfern. Wir gehen in dieselbe Richtung. Sie kommen aus Ostwestfalen Lippe und wollen sich die Surfer auf keinen Fall entgehen lassen. Wir beide sitzen am Monopteros erst noch in der Sonne – und schlendern dann zu den Surfern weiter.

Jetzt werde ich bekocht – und dann darf sie sich, auf ihren besonderen Wusch hin, an meinen Haaren mit Farbe austoben. Schluck. Das darf sonst keine.

Ein vorgezogener Erntedank an den Bodensee

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Auf diesem Weg möchte ich einen vorgezogenen Erntedank an den Bodensee schicken: an meine Freundin, weil sie das seit Jahrzehnten ist, und an ihren Freund, weil er mit Leib und Seele Gärtner ist – und man das in allen Dingen spürt.

Letztes Jahr waren wir drei Mädels mit dem Fahrrad auf der Reichenau unterwegs. Beeindruckend hier fand ich die Erntedankgaben in den Kirchen und Kapellen, in der gezeigt wurde, was dort angebaut wird. Und ich als gärtnerisch völlig Unbegabte weiß durchaus zu schätzen, wie viel Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe in der Pflege eines Gartens steckt.

Freudige Erwartung

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Vor gut zwei Wochen hat mich ein guter Freund angerufen und sich gleich dafür entschuldigt, dass er sich so lange nicht gemeldet hat. Er hat mich vor einem dreiviertel Jahr besucht und in der Zwischenzeit hatten wir nur selten Kontakt via E-Mail und SMS. Ich finde es nicht schlimm, wenn ich nicht regelmäßig von meinen Freunden höre. Ich bin ja auch nicht diejenige, die wöchentlich Rapport macht. Und das erwarte ich auch nicht von den anderen.

Ich habe ihm erzählt, dass Freundschaft für mich auch bedeutet, dass man sich eben nicht regelmäßig melden MUSS. Aber man sollte es natürlich tun, wenn man es zugesagt hat; auch und gerade, wenn es sich um ein aktuelles und schwieriges Thema handelt und man den anderen als Stütze gebraucht hat.

Und just an diesem Abend hat mich noch eine von meinen Mädels angerufen. Sie gehört zu dem ehemaligen Quartett, aus dem dann ein Trio wurde. Wir sind seit der Schulzeit sehr gut befreundet und waren nach dem Abi und in den Jahren danach zum Urlauben am Laggo Maggiore und anderswo. Legendäre Fahrten! Und wir hören uns eben auch eher selten. Aber wenn, dann ist es so, als hätten wir erst letzte Woche telephoniert. Ihr Intro war: “Ich habe einen Anschlag auf Dich vor.” Darauf ich: “Wann kommst Du?”

So muss es sein!

Jetzt sitze ich hier und freu mich wie narrisch auf den selbstgebackenen Kuchen mit Obst aus dem eigenen Garten. Ach so, und auf sie natürlich auch.

Über den Wert der Freundschaft

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Die letzten Tage habe ich mich mit dem Thema Freundschaft auseinandergesetzt. Das (fast) jeder Freunde möchte und braucht soll nicht das Thema sein. Mir geht es eher darum, was bin ich als Freund “wert”.

In meinem Leben gibt es ein paar sehr gute Freunde; teilweise kenne ich sie aus der Schulzeit. Uns verbinden gemeinsame Erlebnisse, gemeinsame Geschichten und eben eine lange Zeit. Dabei kommt es mir nicht darauf an, regelmäßig in Kontakt zu sein, viel wichtiger ist, dass ich WEISS, dass sie da sind; auch und gerade, wenn ich sie brauche. Oder eben sie mich, z.B. für einen Umzug. Und ein Umzug mit Klappkisten und nur zu zweit ist schon eine ganz besondere Herausforderung!

Ich bin dankbar für eine Freundin, die mir geholfen hat, meine Wohnung in Darmstadt auszuräumen und gefühlt mein Leben als Sperrmüll auf die Straße zu stellen; eben bei einem Umzug. Sie war da und hat mit angepackt – und sich nicht mit einem Fläschchen Sekt danebengestellt, um auf mein neues Leben in München anzustoßen. Es ist das Gespür für das in dem Moment “Richtige”, das gute Freunde auszeichnet. Geteiltes Leid, verdoppelte Freude. Eigentlich ganz einfach.

Letzte Woche hatte ich das Glück, eine ganz besondere Männerfreundschaft zu beobachten, völlig ohne “mein Haus, mein Auto, meine Frau”. Diese Beziehung ist offen, respektvoll, emotional, verständnis- und vertrauensvoll. Und, nein, keine Liebesbeziehung. In meinem Leben möchte ich Freunde, mit denen ich meinen Wert von und an Freundschaft verwirklichen und teilen kann. Das ist mir wichtig und daran arbeite ich.

Dem Ausspruch “Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft” kann ich bedingt zustimmen. Geschenke sind für mich nicht zwangsläufig materiell, sondern können genau so in Zeit, Aufmerksamkeit und – ja – Liebe erfolgen. Und auch in dem Gespür, worüber sich der andere freuen würde. Es ist nicht alles selbstverständlich! Und es ist auch eine Art von Arbeit; die sich lohnt. Finde ich.