Beiträge mit dem Tag ·

Worte

·...

Munich loves you!

1 kommentar

Diese Woche war ich mit einem Bekannten auf dem Tollwood. Als wir uns eine Portion Kartoffelbrei gekauft haben, hat ein Typ hinter der Theke uns zwei Armbänder geschenkt mit dem Aufdruck: M Herzsymbol Dich und den Worten: “Munich loves you.” Ich habe ihn völlig verdutzt angesehen und gefragt, was das denn heißt. “Na, München liebt Dich.” Das Gelächter war auf meiner Seite…

Später am Abend habe ich noch ein schönes Wort gehört: taktile Bodenmarkierung. Und an der U-Bahn habe ich eben diese auch gesehen und gespürt, denn es sind am Bahnsteig die Rillen für Sehbehinderte, damit sie nicht auf die Gleise laufen.

Interpunktion Interpretation

kein kommentar

Immer wieder lese ich Texte, in denen die Interpunktion vogelwild verwendet wird. Mir persönlich ist es wichtig, dass Punkt und Komma richtig gesetzt werden, Groß- und Kleinschreibung verwendet wird und damit ein Text “rund” zu lesen ist. Und somit im Sinne des Autors verstanden wird resp. verstanden werden kann.

Ein schönes Beispiel für den Einsatz der Satzzeichen sind die Worte:

der Mensch denkt Gott lenkt

Die Interpunktion

Der Mensch denkt, Gott lenkt.

geht auf eine Stelle in den Sprüchen Salomos zurück und ist biblischen Ursprungs. Allerdings kann der Sinn durch eine andere Zeichensetzung auch völlig anders werden:

Der Mensch, denkt Gott, lenkt.

Ich möchte nicht auf die philosophische Frage eingehen ob Gott denkt, sondern nur darauf hinweisen, dass der Sinn durch das schlichte Verrutschen des Kommas ein ganz anderer wird. Und hier heißt es z.B. “des Kommas” und nicht “des Komma” oder gar “des Kommata” – sagt jedenfalls der Duden. In jedem Fall sind es zwei Hauptsätze, die mit “und” verbunden werden können; in beiden Versionen.

Und wenn bei diesen fünf Wörtern der Sinn durch Einsatz der Interpunktion geändert werden kann – warum nicht auch in anderen Texten?! Abgesehen davon erleichtert es die Lesbarkeit, wenn Punkt und Komma sinnvoll (und richtig) verwendet werden.

Meine Texte sind mit Sicherheit auch nicht immer richtig, aber ich bemühe mich, ich recherchiere, und oft, wenn ich mich für eine Version entschieden habe, kann ich sogar begründen warum. Hm, das betrifft allerdings hauptsächlich die alte Rechtschreibung. Aber auf der anderen Seite: ab und an verzichte auch ich auf ein Komma; wie auch hier in diesem Text.

Schönes Wort

kein kommentar

Meine Website habe ich mit dem Content Management System Contao erstellt. Dabei hätte ich eigentlich Drupal nehmen sollen, denn das gefällt mir vom Wort besser. Drupal. Ein schönes Wort; finde ich.

Auf Quittengelee “verewigt”

kein kommentar

Meine Freundin hat mir ein Glas Quittengelee  mitgebracht, dessen Früchte ich letztes Jahr mit Hilfe eines Obstpflückers geerntet habe; allerdings ohne Schneidgiraffe (schönes Wort: Schneidgiraffe!) Ich bin mit viel Spaß im Garten um die Quittenbäume rumgeturnt und habe natürlich nur die obersten, reifsten Quitten gepflückt. Am Ende waren zwei Holzkisten voll – und am Baum noch nicht zu sehen, dass irgendwas fehlt…

Ihr Freund hat die Quitten in reiner Handarbeit (!) zu Gelee veredelt. Und es schmeckt KÖSTLICH!

Mal wieder auf der Couch

kein kommentar

… und das ist jetzt ganz und gar positiv zu sehen! Gestern Abend war ich mit einem guten Freund in meinem Lieblingscafe. Alle Tische waren besetzt und an die Bar wollten wir uns zum Essen nicht setzen. Also sind wir in die Lounge. Hier habe ich schon öfter gelegen und gesessen und die Sessel genossen. Noch ein Kissen in den Rücken, Füße hoch und gut. So war es auch gestern und die beiden Damen am nächsten Tisch hatten definitiv Spaß, mir beim bequemen Einrichten zuzusehen. Wahrscheinlich haben sie mich um meine weiche Sitzgelegenheit beneidet… Und erst um die hochgelegten Füße!

Mein Essen war ein leckerer Kirschkuchen mit Baiser-Haube. Zucker habe ich definitiv gebraucht, denn die letzten Tage habe ich alleine daheim an meinem Rechner verbracht. Und mich an den Tücken der Technik festgefressen. Ruck-zuck ist so ein Tag rum – und die Website steht immer noch nicht. Immer wieder eine andere Fehlermeldung. Spannend! Das sind durchaus Arbeitsbedingungen, mit denen ich gut leben kann, denn es macht mir Spaß! Auch und besonders zu sehen wie ich lerne: eben aus Fehlern, Trial-and-Error, der Internet-Recherche, Fragen und Antworten in div. Foren etc. Und jetzt weiß ich auch, warum Webseiten so teuer sind! Es ist nicht die Gestaltung und der Aufbau der Seite an sich, es sind Zeit, Energie und Hirnschmalz, die investiert werden, das Ganze online zu stellen. Über meinen Preis muss ich mir definitiv nochmal Gedanken machen…

Vielleicht sollte ich meinen Webhoster fragen, ob sie für meinen Kunden die referentielle Integrität prüfen können. (Hach, ist das ein schönes Wort: referentielle Integrität.) Meiner Ansicht nach fehlt in der Datenbank der User, es ist also kein Wunder, dass ich mich im Backend nicht anmelden kann, sondern eine Fehlermeldung bekomme.

Ich genieße es sehr, zu Hause zu arbeiten: gleich nach dem Aufstehen mach ich den Rechner an, E-Mails checken und dann in Ruhe frühstücken. Das restliche Essen darf ich allerdings nicht vergessen; und das passiert durchaus, wenn ich mich festgefressen habe. Und völlig im Flow bin. Ebenso muss ich darauf achten, täglich vor die Tür zu kommen und mich zu bewegen. Nicht, dass meine Augen eckig und meine Arme kurz werden. Zum Glück habe ich viel Grün vor meinem Fenster.

Dieses Stück Park wird auch gerne von manchen Herren der Schöpfung als Open-Air-Toilette benutzt. Die parken dann direkt gegenüber meines Fensters, steigen aus und gehen ins Gebüsch. Eben habe ich auch einen halten und aussteigen sehen, habe mich mit verschränkten Armen ans Fenster gestellt, er hat mich gesehen, ist zusammengezuckt und unverrichteter Dinge wieder eingestiegen und weitergefahren. Auch da freu ich mich! Vielleicht sollte ich immer meine Kamera im Anschlag halten und die Männer und ihre Autos  fotografieren?! Die Bilder könnte ich dann auf meiner Website veröffentlichen. Aber nicht unter der Rubrik “Die fotografieren, die fotografieren” sondern eher unter “Der Mensch als Hund” oder “Die Natur im Manne” oder so.

Nein, langweilig wird mir wirklich nicht.

Tekkie-Tool

kein kommentar

Gestern bin ich gefragt worden, ob ich denn einen Tekkie-Blog schreiben würde. So viel, wie da an Infos drin stehen würde, die sonst keiner versteht… Nein! Ich habe nur am Anfang gesagt, dass ich meinen Blog auch als Dokumentation sehe und daher schreibe ich auf, wenn ich etwas Wesentliches erkannt habe. Und – hey – die URL ohne index.php finde ich schon große Klasse! Außerdem kann es im Nachhinein nur mit großem Aufwand geändert werden; wenn überhaupt.

Es gibt noch andere Dinge, die ich hier aufschreibe, z.B. macht es mir immer noch Spaß, die Störchlein bei ihren Flugübungen zu beobachten. “Störchlein” ist definitiv ein Wort, das mir sehr gut gefällt. Jetzt haben sie fast die Größe der Altvögel erreicht; jedenfalls die Markt Schwabener Störche.

Die Sache mit Worten und Wörtern

kein kommentar

Im Laufe meines Lebens haben mich manche Wörter oder Namen fasziniert und begleitet. Die Gedichte von Hilde Domin z.B. gehören dazu, denn bei vielen einschneidenden Erlebnissen ist mir das ein oder andere Gedicht von ihr (wieder) aufgefallen. Während meiner Schulzeit im Deutsch LK mussten wir ein Gedicht schreiben mit dem Titel “Geburtstage”. Erst danach haben wir die Version von Hilde Domin zu lesen bekommen. Was meine Variation war, weiß ich nicht mehr; aber ihre Worte haben mich sehr beeindruckt.

Geburtstage
Hilde Domin

Sie ist tot

heute ist ihr Geburtstag
das ist der Tag
an dem sie
in diesem Dreieck
zwischen den Beinen ihrer Mutter
herausgewürgt wurde
sie die mich herausgewürgt hat
zwischen ihren Beinen

sie ist Asche

***
Immer denke ich
an die Geburt eines Rehs
wie es die Beine auf den Boden setzte

***
Ich habe niemand ins Licht gezwängt
nur Worte
Worte drehen nicht den Kopf
sie stehen auf
sofort
und gehn